„Das war unglaublich!”Nach 62 Jahren! Verlorener Verlobungsring taucht wieder auf

Frauke und Herbert Plähn freuen sich über den gefundenen Ring-Schatz
Frauke und Herbert Plähn freuen sich über den gefundenen Ring-Schatz
RTL Nord
von Henrike Laing und Sina Schlink

Dass dieser Tag kommt, hätten sie nie gedacht!
Nur zwei Wochen nach der Verlobung mit seiner Frauke (83) verliert Herbert Plähn (88) seinen Verlobungsring. Mittlerweile ist das 62 Jahre her. Jede Suche nach dem Ring bleibt erfolglos. Bis jetzt!

„Das kann gar nicht angehen, habe ich gedacht”

Es gibt nicht viel, was das Paar aus Elsdorf-Westermühlen (Kreis Rendsburg-Eckernförde) aus der Ruhe bringt. Aber der Tag, an dem ihr Bekannter Siggi Scheunemann plötzlich mit dem verlorenen Verlobungsring vor ihnen steht, ist so ein Moment. „Ich hab das nicht geglaubt. Das kann gar nicht angehen, habe ich gedacht”, sagt Frauke Plähn im Gespräch mit RTL. „Das war unglaublich”, erzählt ihr Mann.

Herbert kauft damals den gleichen Ring nach. Heute hat er den verlorenen, wenn auch verbogenen, Ring zurück
Herbert kauft damals den gleichen Ring nach. Heute hat er den verlorenen, wenn auch verbogenen, Ring zurück. 
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Herbert kauft sich damals einen neuen Ring

Im Jahr 1964 verlobt sich das Paar. Herbert Plähn ist Landwirt. Beim Arbeiten auf dem Strohboden merkt er plötzlich: Der Ring ist weg! „Dann habe ich erst mal gesucht und getan”, erinnert er sich. „Ich habe versucht, auf dem Boden nochmal zu suchen. Aber nichts zu machen.” Und weiter: „Ich hatte natürlich ein schlechtes Gewissen.” Seine Frau: „Das war ja ein Beweis, dass man verlobt war. Also das war schon wertvoll.” Streit gibt’s deshalb aber nie, erzählen beide. Sie heiraten trotzdem.

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Der Ring bleibt verschwunden. Also kauft der Landwirt sich zwei Wochen später einen neuen. 62 Jahre danach sind Frauke und Herbert Plähn noch immer glücklich miteinander, an den verlorenen Ring denken sie kaum noch.

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„Die beiden waren sichtlich ergriffen”

Bis der Nachbar ihrer Tochter plötzlich vor ihrer Tür steht. Mit dem Ring! Zwar etwas verbogen und tragen kann man ihn nicht mehr, aber das eingravierte Verlobungsdatum und Fraukes Name sind noch deutlich zu erkennen. Gefunden hat Siggi Scheunemann ihn mit einem Metalldetektor auf einem Feld, rund 1.000 Meter vom damaligen Strohboden entfernt, 15 Zentimeter unter der Erde. Den Boden mit dem Detektor abzusuchen, ist sein Hobby.

Siggi Scheunemann hat den Ring mit einem Metalldetektor gefunden
Siggi Scheunemann hat den Ring mit einem Metalldetektor gefunden.
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Nicht nur für Familie Plähn ist dieser Schatz etwas ganz besonderes: „Die beiden waren sichtlich ergriffen. Das konnte man sehen”, erzählt Siggi Scheunemann. „Alleine die Augen von den beiden, besonders von Herbert, als er den Ring wieder in den Händen hatte – das war allein schon die ganze Sache wert.”

Ein Geheimnis wird wohl nie gelüftet

Nur eine Frage bleibt: Wie ist der Ring vom Strohboden aufs Feld gekommen? Der 88-Jährige hat eine Vermutung: „Vielleicht ist er durch den Kuhmagen gegangen und auf dem Misthaufen gelandet. Und dann mit dem Miststreuer aufs Feld gebracht worden.” Das wird und darf für immer ein Geheimnis bleiben. Hauptsache, der Verlobungsring ist endlich wieder da.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche