Bizarre Panne am BERAm Flughafen vertauscht! Bestatter nimmt falsche Urne mit

Berliner Seniorin muss tagelang auf die richtige Urne ihrer Freundin warten.
Berliner Seniorin muss tagelang auf die richtige Urne ihrer Freundin warten. (Symbolbild)
Peter - stock.adobe.com

Kann ein Abschied noch schlimmer werden?
Eine Seniorin hat gerade erst ihre langjährige Freundin verloren und will ihr nur noch einen würdevollen letzten Abschied ermöglichen. Doch dann erfährt sie: Ausgerechnet auf der letzten Reise ihrer Weggefährtin wurde deren Urne vertauscht – und ist beim falschen Bestatter gelandet. Doch die Wiedervereinigung gestaltet sich schwieriger als gedacht – und endet schließlich vor Gericht!

Seniorin verliert Weggefährtin im Urlaub – Urne muss nach Deutschland geflogen werden

Zwei langjährige Freundinnen, eine gemeinsame Reise nach Spanien – und dann ein Todesfall: Wie RND (RedaktionsNetzwerk Deutschland) berichtet, wollten die beiden Seniorinnen Ende 2025 in Spanien einfach nur ihren Urlaub genießen, als eine der beiden plötzlich stirbt.

Ihre Freundin, die RND Maria P. nennt, verliert damit nicht nur eine gute Freundin, sondern auch eine langjährige Weggefährtin – über viele Jahre sollen sie bereits zusammengewohnt haben. Doch mit ihrem plötzlichen Tod endet ihre gemeinsame Zeit.

Noch in Spanien wird die Verstorbene eingeäschert. Anschließend wird ihre Urne zusammen mit Sterbeurkunde und Bescheinigung des Krematoriums per Flugzeug nach Deutschland gebracht. Marias Bestatter soll die Asche ihrer Freundin am Flughafen abholen – doch am Ende landet nicht die Urne ihrer Weggefährtin in ihrer Heimatstadt Berlin, sondern die einer völlig fremden.

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Zwei Urnen in demselben Flugzeug! Marias Bestattungsunternehmen bringt falsche Asche mit

Alles scheint nach Plan zu laufen: Wie RND berichtet, holt Marias Bestattungsinstitut die vermeintliche Urne ihrer Freundin am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) ab. Doch was zu diesem Zeitpunkt niemand ahnt: In dem Behälter befindet sich gar nicht die Asche ihrer langjährigen Weggefährtin.

Denn mit demselben Flug aus Spanien ist noch eine zweite Urne nach Deutschland gekommen. Auch sie enthält die sterblichen Überreste einer Frau – und offenbar werden die beiden am Flughafen vertauscht.

Der folgenschwere Fehler fällt zunächst niemandem auf. Erst als Maria die Beisetzung ihrer Freundin organisieren will, kommt seitens des Bestattungsunternehmens in Berlin-Spandau heraus: Deren Urne ist bei einem anderen Bestatter in Brandenburg gelandet!

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Bizarre Verwechslung am BER! Urnen wurden trotz Begleitpapiere vertauscht

Ich kann nicht nachvollziehen, wie man hier die falsche Urne mitnehmen konnte”, stellt die TV-Anwältin Sylvia Beutler-Krowas – bekannt aus der SAT.1-Sendung „Anwälte im Einsatz“ – laut RND klar. Sie erläutert, dass eine solche Verwechslung „durch die Kennzeichnung und Begleitdokumente für Urnen eigentlich ausgeschlossen werden” soll.

Doch ein Abgleich habe laut dem Portal offenbar nicht stattgefunden. Wie genau es zu dieser furchtbaren Verwechslung gekommen ist, kann laut RND aber nicht mehr aufgeklärt werden. Fest steht lediglich, dass der Bestatter die falsche Urne erhalten hat.

Nach falscher Lieferung und Mehrkosten: Maria verklagt Brandenburger Bestatter

Immerhin ist schnell klar, wo sich die richtige Urne befindet: Ein anderes Bestattungsunternehmen in Brandenburg hat offenbar Marias Freundin abgeholt. Nun muss die Verwechslung eigentlich nur noch rückgängig gemacht werde – und zunächst sieht es auch danach aus. Nach Angaben von Marias Seite verständigen sich die beteiligten Bestatter telefonisch darauf, die Urne nach Berlin-Spandau zu bringen und dort zurückzutauschen.

Doch genau das passiert offenbar nicht. „Stattdessen wurde die Urne aber zurück zum Flughafen gebracht“, erklärt Anwältin Sylvia Beutler-Krowas, die Maria vor Gericht vertritt. Für die Seniorin bedeutet das: Sie muss weiter auf die sterblichen Überreste ihrer Lebensgefährtin warten – und mehr zahlen!

Denn für die erneute Fahrt ihres Bestatters zum Flughafen BER und zurück entstehen zusätzliche Kosten – und auf denen soll ausgerechnet die trauernde Seniorin sitzen bleiben. Damit jedoch nicht genug: Als die Urne ihrer Freundin endlich in Berlin ankommt, befindet sie sich laut Beutler-Krowas inzwischen in einem „ziemlich ramponierten Zustand“.

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Maria reicht es scheinbar: Die Seniorin verklagt den Brandenburger Bestatter vor dem Amtsgericht Brandenburg und verlangt Schadenersatz sowie ein geringes Schmerzensgeld. Das Unternehmen weist die Verantwortung allerdings zurück und möchte die Klage abweisen lassen.

Auch für das Gericht ist die Sache nicht eindeutig. Amtsrichter Andreas Jung weist laut RND unter anderem darauf hin, dass zwischen Maria P. und dem beklagten Bestattungsunternehmen kein Vertragsverhältnis bestand. Zudem sei nicht geklärt, wer mögliche Schäden an der Urne verursacht hat.

Damit bleibt die bizarre Urnen-Verwechslung am Flughafen BER vorerst ungeklärt. Mitte Oktober will das Amtsgericht Brandenburg seine Entscheidung verkünden.

Verwendete Quellen: RND