Tier schützt Kälber Elefant kippt Kanu um – jetzt sprechen die schockierten Touristen

Larry Unrein und Jeff Melvin werden auf einer Safari von einem Elefanten angegriffen
Larry Unrein (links) und Jeff Melvin sind dankbar, die gefährliche Begegnung überlebt zu haben
ABC/Larry Unrein

„Mein erster Gedanke war: ‚Das ist mein Ende‘!“
Larry Unrein und Jeff Melvin beobachten auf einer Safari in Botswana Elefanten, als die friedliche Situation plötzlich außer Kontrolle gerät. Offenbar sind sie einer Herde zu nahe gekommen. Ein mehrere Tonnen schweres Tier stürmt bedrohlich auf die Touristengruppe zu. Die beiden Amerikaner sprechen bei ABC News zum ersten Mal über den lebensgefährlichen Moment.

Elefantenkuh greift Safaritouristen an

Für viele ist es ein Traum, exotische Tiere in freier Wildbahn erleben zu dürfen. Doch für Larry Unrein und Jeff Melvin endet das in einem leibhaftigen Albtraum. Ihr „unglaubliches Abenteuer” beginnt am 27. September. Zusammen mit anderen Urlaubern beobachten sie eine Herde Elefanten auf einer Bootssafari im Okavango-Delta. Mehrere Führer sind bei ihnen. „Wir haben ihnen immer wieder gesagt, dass unsere Anwesenheit sie etwas nervt“, erinnert sich Melvin. „Und dann änderte sich alles schlagartig.“

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Der Elefant bei der Attacke. Die Tiere können bis zu 40 Kilometer pro Stunde schnell werden
Elefanten können bis zu 40 Kilometer pro Stunde schnell werden
ABC / Larry Unrein/@salmonmoose

Die Ranger haben anscheinend eine Mutter mit zwei Kälbern übersehen. „Sie waren im hohen Gras versteckt, aber außer Sichtweite”, ergänzt Larry Unrein bei „Good Morning America”. Die Elefantenkuh stürmt auf die Menschen zu. Immer wieder schlägt ihr Rüssel bedrohlich auf das Wasser. Ihre Ohren sind weit aufgestellt. Wütende Laute hallen über die afrikanische Landschaft. Ein absolut beängstigender Anblick für die Touristengruppe.

Elefantenmutter beschützt ihren Nachwuchs

Die Guides versuchen, das wütende Tier abzulenken. Dennoch prallt es gegen das Kanu von Larry Unrein und Jeff Melvin. Es kentert, die beide landen in einem Gewässer voller Krokodile. Doch die Elefantenkuh lässt nicht locker. Das riesige Tier attackiert eine Touristin, drückt die Frau zweimal unter Wasser. „Ohne das Wasser wäre sie nicht mehr bei uns”, meint Unrein.

Denn das Wasser fungiert in dem Zusammenhang wie ein Polster, schreibt ABC News, und hilft der Frau, sich vor dem aufgebrachten Elefanten zu verstecken. Ron Magill vom Zoo Miami erklärt, die Frau „hatte unglaubliches Glück, dass dies im Wasser passiert ist, denn im Allgemeinen versuchen Elefanten, wenn sie jemanden angreifen, ihn buchstäblich in den Boden zu rammen.“

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Elefanten töten mehr als 100 Menschen im Jahr

Mehr als 100 Menschen sterben im Jahr durch Elefantenangriffe, berichtet Britannica. Elefantenkühe haben einen großen Beschützerinstinkt und verteidigen ihren Nachwuchs außerordentlich. „Es gibt nichts Gefährlicheres als eine Elefantenmutter mit ihren kleinen Kälbern“, meint Magill. Die weiblichen Exemplare des größten Landlebewesens werden laut WWF im Durchschnitt 2,60 Meter groß und wiegen 2.800 Kilogramm.

Larry Unrein und Jeff Melvin sind froh, am Leben zu sein
Larry Unrein und Jeff Melvin (rechts) sind bei ihrer Safari mit dem Schrecken davon gekommen
ABC/Jeff Unrein

Larry Unrein und Jeff Melvin sind dankbar, diese einmalige Situation überlebt zu haben. Sie hätten gejubelt, erzählt Unrein ABC: „Ich war sehr froh, am Leben zu sein.“ (lha)

Verwendete Quellen: ABC News, WWF, Britannica