Keine neuen Versuche über PfingstenBergung von Timmy scheitert! Kadaver bleibt vor Dänemark liegen

Das Drama um den mittlerweile toten Buckelwal beginnt auf einer Sandbank - und auf einer solchen ist der Kadaver des Tieres nun stecken geblieben. Dass der Bergungsversuch der dänischen Behörden erfolglos bleibt, könnte unappetitliche Konsequenzen haben.
Nach erfolglosen Transportversuchen bleibt der Kadaver des in Deutschland berühmten Buckelwals voraussichtlich über Pfingsten vor der dänischen Urlaubsinsel Anholt liegen. Die dänischen Behörden hatten zunächst probiert, den Wal in tieferes Gewässer zu ziehen, um ihn anschließend in einen Hafen auf dem Festland zu bringen. „Es ist nicht gelungen, den geplanten Transport durchzuführen“, teilte Jane Hansen von der dänischen Umweltbehörde mit. Stattdessen stecke der Wal nun auf einer Sandbank fest.
Die Aktion sei deshalb vorübergehend unterbrochen worden, „während die Einsatzkräfte alternative Möglichkeiten für den Transport des Wals prüfen“, hieß es. „Das Ziel bleibt, den Wal zum Hafen von Grenaa zu transportieren, da die Einrichtungen dort die besten für die Obduktion und der Entnahme wissenschaftlicher Proben sind.“ Ein neuer Versuch werde aber voraussichtlich erst nach Pfingsten möglich sein.
Am frühen Abend lag der stark aufgeblähte Walkadaver umringt von Möwen vor Anholt, wie auf Bildern des Livestream-Anbieters News5 zu sehen war. Bliebe er dort liegen, könnte er laut Umweltbehörde Anwohner und Touristen stark belästigen. Dänemark steht zudem ein sonniges Wochenende bevor. Dadurch könnte die Gefahr steigen, dass der Kadaver platzt.
Der gut zwölf Meter lange Buckelwal war erstmals am 3. März im Hafen von Wismar gesichtet worden. Er irrte danach wochenlang vor der deutschen Ostseeküste umher und strandete mehrfach vor Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Zuletzt lag er vor der Insel Poel.
Obwohl Experten das schwer angeschlagene und geschwächte Tier nach mehreren gescheiterten Hilfsversuchen schon aufgegeben hatten, duldete Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus Mitte April einen Rettungsversuch einer Privatinitiative. Der Wal wurde in einem Lastkahn aus der Ostsee gebracht und Anfang Mai im Kattegat, einem Meeresgebiet zwischen Dänemark und Schweden, ins offene Meer bugsiert.
Mitte Mai wurde dann vor der dänischen Insel Anholt ein Kadaver gefunden. Die dänischen und deutschen Behörden bestätigten kurz darauf, dass es sich um den toten Wal handelte.
Verwendete Quellen: dsc/dpa/AFP


