60 Meter Abgrund unter ihmBergsteiger verirrt sich und kann auf 3.000 Metern Höhe weder vor noch zurück

Ein Bergsteiger und sein Retter in der Felswand
Ein Bergsteiger hängt in der Südwand des Pizzo Rotondo in der Schweiz fest.
Facebook/rega1414
von Philipp Petersdorff

Ein kleiner Orientierungsfehler bringt ihn in große Gefahr.
Ein Bergsteiger will am Samstag, 19. September, allein den Pizzo Rotondo in der Schweiz besteigen. Den höchsten Gipfel des Gotthardmassivs erreicht er noch ohne Probleme. Doch beim Abstieg gerät der Mann auf die falsche Route und sitzt plötzlich auf rund 3000 Metern Höhe fest.

Ein Spezialist muss zu dem Bergsteiger hinab

Wie die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega auf Facebook berichtet, wollte der Mann nach seiner Gipfeltour auf demselben Weg zurück nach All’Acqua im Bedrettotal im Schweizer Kanton Tessin. Doch er verirrte sich und landete stattdessen in der Südwand des Pizzo Rotondo.

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Dort ging es für ihn weder vor noch zurück. Rund 60 Meter unter dem Bergsteiger lag der Abgrund. Als ihm klar wurde, dass er sich nicht selbst aus seiner Lage befreien konnte, alarmierte er die Retter, bevor sich die Bedingungen verschlechtern konnten.

Wegen des schwierigen Geländes rückte die Rega-Basis in Locarno nicht allein aus. Zusätzlich kam ein Spezialist für Helikopterrettungen des Schweizer Alpen-Clubs zum Einsatz. Zunächst flog die Crew die Felswand ab, um den Bergsteiger genau zu lokalisieren und eine möglichst sichere Rettungsmethode festzulegen.

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Der Bergsteiger und sein Retter wurden mit einer Seilwinde in einen Hubschrauber gehievt
Facebook/rega1414
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Schweizerische Rettungsflugwacht setzt spezielle Verlängerung für Rettung ein

Anschließend setzte der Hubschrauber den Spezialisten in der Nähe des Mannes ab. Der Retter gelangte zu ihm und brachte ihn zunächst zu einer kleinen Einbuchtung in der Felswand. Dort bereitete er den Bergsteiger auf die Bergung vor.

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Doch die steile Wand stellte die Crew vor ein weiteres Problem. Das Stahlseil der Rettungswinde hätte während des Einsatzes gegen den Fels schlagen können. Deshalb bereitete die Rega nach eigenen Angaben bei einer Zwischenlandung eine spezielle Verlängerung für die Winde vor.

Damit konnte die Hubschrauberbesatzung schließlich sowohl den Retter als auch den Bergsteiger aus der Wand holen. Der Mann kam unverletzt und sicher zurück ins Tal.

Verwendete Quellen: facebook / rega1414