Familie von großer Hilfsaktion gerührtBeide Eltern haben Krebs – jetzt kämpft eine ganze Schulklasse für Evan (7)

Der kleine Evan (7) macht eine schwere Zeit durch: Sowohl seine Mutter als auch sein Vater sind an Krebs erkrankt.
Der kleine Evan (7) macht eine schwere Zeit durch: Sowohl seine Mutter als auch sein Vater sind an Krebs erkrankt.
GoFundMe

Schulklasse möchte „einen kleinen Herzenswunsch erfüllen”.
Für den siebenjährigen Evan hat sich das Leben innerhalb weniger Monate komplett verändert. Erst erkrankt seine Mutter an Krebs, dann erhält auch sein Vater dieselbe Diagnose. Jetzt zeigt eine Grundschulklasse, was Zusammenhalt bedeutet – und startet eine bewegende Hilfsaktion für ihren Mitschüler.

Grundschul-Eltern zögern nicht lange

Was tut man, wenn ein Klassenkamerad plötzlich Hilfe braucht? Für die Eltern der ersten Klasse der Grundschule Germendorf in Oranienburg ist die Antwort klar: zusammenhalten.

Für den siebenjährigen Evan und seine Familie haben mehrere Mütter deshalb eine Spendenaktion auf GoFundMe ins Leben gerufen. Der Grund ist erschütternd. Innerhalb weniger Monate sind beide Eltern des kleinen Jungen schwer an Krebs erkrankt. Darüber berichten sowohl die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) als auch die Organisatorinnen einer Spendenaktion auf GoFundMe.

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Innerhalb weniger Monate verändert sich das Leben komplett

Wie es auf der Spendenplattform heißt, habe alles mit der Krebsdiagnose von Evans Mutter Doreen angefangen. „Im März wurde Krebs bei mir festgestellt“, bestätigt die 49-Jährige in einem MAZ-Interview. Daraufhin habe sie nicht nur ihre Arbeit aufgeben müssen, sondern mittlerweile sei Doreen auch auf Pflege angewiesen, heißt es in dem Spendenaufruf. Versorgt werde sie von ihrer eigenen Mutter.

Doch damit nicht genug: „Auch Evans Papa kämpft gegen seine eigene Krebserkrankung und durchläuft eine belastende Therapie”, schreiben Melanie Stumpe, Sabrina Lambrecht und Viktoria Jost auf GoFundMe. Die drei Frauen waren es, die den Spendenaufruf ins Leben gerufen haben. Ihre Kinder besuchen zusammen mit Evan die Grundschule.

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Doppelte Krebsdiagnose belastet die Familie auch finanziell sehr

Auf GoFundMe schreiben sie weiter, dass die Familie nicht nur emotional, sondern inzwischen auch finanziell enorm belastet sei. Krankengeld und andere Leistungen seien bislang noch nicht vollständig angekommen. Das bestätigt auch die krebskranke Mutter im MAZ-Interview: „Ich habe bis zum heutigen Tag kein Krankengeld erhalten“, sagt sie. Derzeit werde ihr Fall noch bei der Krankenkasse bearbeitet. Es fehle ein Krankenschein für einen vierwöchigen Zeitraum. Der MAZ habe die Krankenkasse bestätigt, dass das Geld umgehend ausgezahlt werde, sobald Doreens Arzt diesen Nachweis nachreiche. Auch der Antrag bei der Pflegekasse sei noch nicht abschließend bearbeitet worden.

Die Familie habe daher nicht nur gesundheitliche, sondern auch finanzielle Sorgen. Aktuell fehle es „selbst an Geld für den täglichen Lebensunterhalt”, heißt es auf GoFundMe. Mit dem Geld aus der Spendenaktion sollen unter anderem Lebensmittel, laufende Kosten, Medikamente und Fahrten zu Behandlungen bezahlt werden.

Mittlerweile haben schon über 300 Menschen für Evans Familie gespendet, so sind bereits über 9.000 Euro zusammengekommen (Stand: 16. Juli).

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Spenden sollen Evan helfen, „einfach mal Kind sein” zu können

Die Initiatorinnen wünschen sich aber auch, dem siebenjährigen Evan „einen kleinen Herzenswunsch erfüllen” zu können. Wie sie im GoFundMe-Aufruf schreiben, träume der Junge von einem Skateboard. Damit könne er trotz der schwierigen Situation wenigstens hin und wieder „einfach mal Kind sein” und „unbeschwerte Stunden draußen verbringen”.

Mutter Doreen ist von der großen Hilfsbereitschaft für ihre Familie gerührt: „Das Ergebnis ist Wahnsinn und hilft ungemein. Ich war platt über die Hilfsbereitschaft und bin den drei Mädels sowie allen Spendern total dankbar”, sagt sie der MAZ.

„Manchmal meinen es das Leben und das Schicksal nicht gut mit einer Familie“, zitiert die MAZ Mitorganisatorin Melanie Stumpe. Mit ihrem Einsatz für Evans Familie wollen die Frauen jedoch zeigen, „dass niemand einen so schweren Weg allein gehen muss”.

Verwendete Quellen: Märkische Allgemeine Zeitung, GoFundMe