Spezial-Evakuierung aus Katar Außenminister nimmt gestrandete deutsche Urlauber im Luftwaffe-Flieger mit

Sie werden vom Außenminister persönlich ausgeflogen!
Johann Wadephul macht auf seiner Krisenreise durch den Nahen Osten auch Station im Golf-Emirat Katar. Auf dem Rückflug nach Riad ist er nicht allein im Flieger. Er ermöglicht auch mehreren deutschen Familien die Heimreise.
Zehn Urlauber und ein Angestellter der Bundeswehr dürfen bei Wadephul mitfliegen
Wadephul kündigte bei seinem Besuch in Doha an, mehrere deutsche Touristen ausfliegen zu wollen. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, insgesamt werde eine niedrige zweistellige Zahl von deutschen Staatsangehörigen mit der Delegation des Außenministers in die saudische Hauptstadt fliegen. Unter den deutschen Staatsangehörigen, die in der Militärmaschine der Bundeswehr vom Typ A400M mit Wadephul nach Riad reisen, sind drei Familien mit Kindern. Sie waren wegen des Iran-Kriegs in der Region gestrandet.

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An Bord waren zehn Touristen und ein Bundeswehrangehöriger, der sich dienstlich in der Region aufhielt. Von Riad aus soll die Gruppe mit einem von der Bundesregierung organisierten Sonderflug weiter nach Deutschland fliegen. Der Iran-Krieg dauert seit gut eineinhalb Wochen an. Eine genaue Zahl, wie viele Deutsche noch festsitzen, gibt es nicht.
Viele Deutsche haben Katar schon verlassen
Das Auswärtige Amt hatte in den vergangenen Tagen alle in Katar gestrandeten deutschen Staatsangehörigen kontaktiert, die in der Krisenvorsorgeliste Elefand den Wunsch nach einer Ausreiseunterstützung geäußert hatten. Insgesamt konnte demnach bereits eine vierstellige Zahl deutscher Staatsangehöriger Katar verlassen. In den vergangenen Tagen hatte das kommerzielle Flugangebot aus der Region zugenommen.
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Deutsche Reisende könnte auch den Landweg nach Saudi-Arabien nehmen, um dort Flüge nach Deutschland zu nehmen. Eine Busfahrt von Doha nach Riad gilt allerdings als beschwerlich, sie dauert etwa 14 Stunden.

Sonderflüge bringen Deutsche aus Riad nach Hause
Das Auswärtige Amt hatte am Sonntag mit einem Sonderflug aus Riad mehr als 180 Menschen nach Berlin gebracht, für den es vorher Bustransporte aus Doha gegeben hatte. Ein weiterer solcher Flug ist für diesen Donnerstag geplant. Auch ein Großteil der Passagiere des TUI-Kreuzfahrtschiffes „Mein Schiff 5” in Doha habe mittlerweile ausreisen können. Die letzten verbliebenen Deutschen sollten demnach heute von TUI aus Doha ausgeflogen werden. (jgr, mit dpa)
Verwendete Quellen: dpa


