US-Präsident mit krasser AussageTrump behauptet: Iran-Krieg vorbei? „Keine Ziele mehr“!

Angaben über die Ziele der USA im Iran mäandern seit Kriegsbeginn. Umso überraschender ist, dass US-Präsident Trump ein nahes Kriegsende andeutet. Nun legt er nach und begründet seine Einschätzung: Im Iran ist fast nichts mehr übrig, was die USA noch angreifen könnten. Er erntet Widerspruch.
Der Krieg mit dem Iran könnte nach den Worten von US-Präsident Donald Trump schon „bald“ enden. Es gebe „praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte“, zitierte ihn das US-Nachrichtenportal „Axios“ nach einem Telefoninterview. Wann immer er wolle, dass der Krieg ende, werde er enden, behauptete Trump demnach.
Nach eigenen Angaben haben die USA mehr als 5000 Ziele im Iran bombardiert. Darunter sollen Kommandozentralen der Revolutionsgarden, Flugabwehrsysteme, Raketenabschussvorrichtungen, Standorte des iranischen Atomprogramms, Schiffe und Militärflughäfen gewesen sein. Ebenso wurden Zentralen politischer und religiöser Machthaber getroffen. Bei einem Angriff kam etwa Ajatollah Ali Chamenei ums Leben. Mittlerweile ist sein Sohn, Modschtaba, zu seinem Nachfolger ernannt worden.
Die Ziele, die die US-Regierung mit ihren Angriffen verfolgt, wurden jedoch seit Beginn des Krieges stetig reduziert. War zunächst noch von Regime-Change und vollständiger Vernichtung des iranischen Atomprogramms die Rede, war zuletzt zu hören, dass die militärischen Fähigkeiten des Irans eingedämmt werden sollten. Die große Stärke Teherans liegt aber vor allem an Land. Dazu stützt sich die autokratische Führung auf die Revolutionsgarden und die Basidsch-Milizen. Beide Einheiten umfassen hunderttausende Kämpfer. Wie viele von ihnen bei den Angriffen ums Leben kamen, ist nicht dokumentiert. Innenpolitisch macht der Iran derzeit einen stabilen Eindruck.
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erteilte Hoffnungen auf ein schnelles Ende des Krieges entsprechend eine Absage: „Diese Operation wird ohne jegliche zeitliche Begrenzung fortgesetzt, solange es nötig ist, bis wir alle Ziele erreicht haben und der Kampf entschieden ist“, sagte er nach Angaben seines Büros bei einer Besprechung mit der Armeeführung im Militärhauptquartier in Tel Aviv.
Bereits vor zwei Tagen hatte der US-Präsident ein baldiges Ende des Krieges ins Spiel gebracht - und das mit eigenen militärischen Erfolgen begründet. „Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet“, zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview am Montag. Einige Experten vermuten jedoch hinter seinen Worten vor allem eine Reaktion auf die zu Wochenbeginn erneut enorm gestiegenen Ölpreise. Infolge von Trumps Andeutungen sank der Ölpreis um rund 25 Prozent. Seither stieg er jedoch wieder.
Die iranischen Revolutionsgarden reagierten auf Trumps Äußerungen zuletzt scharf. „Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden“, hieß es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung. Die militärischen Möglichkeiten des Iran sind mittlerweile deutlich reduziert. Allerdings verfügt das Land nach wie vor über eine unbekannte Zahl an Shahed-Drohnen. Die nutzte es aktuell etwa, um ein Öllager im Oman zu attackieren. Infolgedessen brach ein Feuer aus. Zudem soll das Land über eine größere Zahl an Seeminen verfügen. Nach unbestätigten Berichten sollen die ersten in der Straße von Hormus gelegt worden sein. Zuvor hatte das US-Militär Minenlegeschiffe des Irans zerstört.
Verwendete Quellen: als/dpa


