Tarifeinigung im öffentlichen DienstMehr Geld für Millionen Deutsche – vorerst keine Streiks mehr

Mehr Geld, einen Urlaubstag mehr, flexiblere Arbeitszeiten!
Gewerkschaften und Arbeitgeber haben sich nach sehr langen Verhandlungen auf einen Tarifabschluss für die mehr als 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen geeinigt.
„Mehr war eben nicht drin“
Kern ist eine Erhöhung der Einkommen um 3 Prozent zum 1. April dieses Jahres und weitere 2,8 Prozent im Mai nächsten Jahres. Für Bürgerinnen und Bürger heißt die Einigung: Weitere Streiks sind vom Tisch. Seit Januar hatten Arbeitgeber und Gewerkschaften gestritten. Immer wieder gab es Warnstreiks - mal fuhren Busse nicht, mal blieb der Müll liegen, die Kita zu. Schlichter mussten vermitteln. Nun steht endlich ein Tarifabschluss.

„Wir haben einen Tarifabschluss erreicht, der in schwierigen Zeiten einen guten Ausgleich bringt”, sagte die geschäftsführende Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD). „Wir machen die Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst flexibler, moderner und attraktiver.“ Der neue Tarifvertrag sei ein Zeichen des Respekts für die Beschäftigten und deren Leistung. Für die kommunalen Arbeitgeber sagte Verhandlungsführerin Karin Welge, der Abschluss bedeute Planungssicherheit und für die Beschäftigten eine angemessene Beteiligung an der allgemeinen Entwicklung der Einkommen. „Mehr war eben nicht drin.“
01:21Krebs-Angst bei „Bauer sucht Frau"-Star – jetzt liegt das Testergebnis vor!
00:47Gigantische Wellen krachen gegen Restaurant – Gäste schreien auf!
00:43Drama am Hochhaus! Junge (4) klettert Fassade auf und ab
00:41Schock im Freibad! Turmspringer landet direkt neben Riesen-Wels
01:10Nach Abnehmerfolg! Claudia Effenberg wehrt sich gegen Hasskommentare
02:34Alkohol-Beichte im RTL-Interview! Wie Carmen Geiss merkte, dass sie zu viel trank
01:07Bärenmutter attackiert Autofahrer – weil er DAS macht!
00:45Privatjet kehrt nach Notsignal um – dann kommt es zur Katastrophe!
00:30Vor der Präsidentin! Reporterin blamiert sich für Gratis-Geschenk
00:54Schockmoment auf dem Spielfeld! Dänen-Star Christian Eriksen bricht erneut zusammen
01:24Zu obszön? Schule verweigert Schülerin Zeugnis – wegen DIESER Pose auf der Bühne
00:45Spektakuläres Naturschauspiel! Wasserfall teilt sich in zwei Farben
00:46Drohne schlägt in Haus – während Paar Hochzeitsfotos macht!
00:37„Ich fühle mich wie eine Jungfrau!" Topmodel jammert über Sex-Flaute
02:29Dana Diekmeier kämpft für ihre Kinder – „das Schlimmste steht noch bevor"
01:08Weißer Hai überrascht Taucher vor Italiens Küste
00:36Der Fluch hat wieder zugeschlagen! Nächstes Sommerhaus-Paar gibt Trennung bekannt
00:42Wo bleibt das Hochzeitskleid?
00:40Stärke 7,8! Schwere Erdbeben erschüttern die Philippinen – Tote und Verletzte
01:39SEXkalation bei „Ex on the Beach"! Diese Kandidaten vergnügen sich im Pool
Neuer Tarifvertrag gilt bis 2027
Verdi-Chef Frank Werneke sagte für die Arbeitnehmerseite, die Annahme des Ergebnisses sei der Gewerkschaft nicht leicht gefallen: „Es ist ein schwieriges Ergebnis in schwierigen Zeiten.“ Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft dbb Beamtenbund, Volker Geyer, betonte: „Das waren harte Verhandlungen, das waren zähe Verhandlungen. Wir mussten jeden Cent, jede Minute und jeden noch so kleinen Fortschritt der Arbeitgeberseite von Bund und Kommunen abringen.“ Dennoch könne sich in diesem Abschluss letztlich jeder wiederfinden.
Lese-Tipp: Kita-Streik im Norden! „Die Kollegen laufen wirklich am Limit”
Die Einigung folgt im Wesentlichen einer Empfehlung von Schlichtern von Ende März. Neben der Steigerung der Einkommen soll das 13. Monatsgehalt erhöht werden. Zum Paket gehören zudem erheblich höhere Schichtzulagen. Der neue Tarifvertrag soll rückwirkend ab 1. Januar 2025 für 27 Monate laufen.
Wer will, kann länger arbeitet
Teil des Potsdamer Einigungspakets sind auch flexiblere Regelungen zu Arbeitszeiten und freien Tagen. Ab 2027 soll es einen zusätzlichen Urlaubstag geben. Zudem soll es für die meisten Beschäftigten möglich sein, Teile des 13. Monats in bis zu drei freie Tage umzuwandeln. Freiwillig und befristet sollen Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit auf bis zu 42 Stunden die Woche erhöhen können.
Der Abschluss kostet die Kommunen nach Welges Angaben mehr als zehn Milliarden Euro pro Jahr. Das Volumen bezifferte sie - ebenso wie Werneke - auf insgesamt über sechs Prozent, unter anderem wegen der stark erhöhten Schichtzulagen. Die Kosten für den Bund bezifferte Faeser über die gesamte Laufzeit des Tarifvertrags von 27 Monaten auf rund 1,94 Milliarden Euro. Dabei nicht berücksichtigt ist eine Übertragung des Ergebnisses auf Beamtinnen und Beamte.
Die mehr als 2,5 Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen arbeiten in einer Vielzahl wichtiger Jobs von der Verwaltung über Kitas und Müllabfuhr bis hin zu Nahverkehr und Flughäfen. Der Tarifkonflikt berührte viele Bürger, weil es seit Januar immer wieder Warnstreiks gab. (uvo; dpa)


