Familie übt Kritik an BehördenJetzt spricht die Ex-Frau des Amokfahrers von Leipzig

Die Amokfahrt von Leipzig hat ganz Deutschland erschüttert.
Zwei Menschen kommen ums Leben, viele werden verletzt. In einer schriftlichen Stellungnahme melden sich nun erstmals die Ex-Frau des mutmaßlichen Täters und ihre Familie zu Wort. Darüber berichtet der MDR, dem das Schreiben exklusiv vorliege.
Ex-Frau von Jeffrey K. „zutiefst schockiert”
Die grausame Amokfahrt in Leipzig liegt über eine Woche zurück. Doch Tag für Tag kommen neue Details ans Licht: So soll Jeffrey K. die Tat bei seiner Ex-Frau angekündigt haben. Diese hatte sich bislang öffentlich zurückgehalten. Nun aber hat sie gemeinsam mit ihrer Familie ihr Schweigen gebrochen und eine schriftliche Stellungnahme abgegeben.

In dem Schreiben zeigt die Familie große Bestürzung: „Wir alle sind über die Tat zutiefst schockiert und entsetzt.“ Die Familie dankt außerdem den Rettungskräften und spricht den Opfern sowie deren Angehörigen ihr tiefes Beileid aus.
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Ex-Frau und Familie um Sicherheit besorgt
In dem Schreiben offenbart die Familie auch, wie groß ihre Sorge bereits in den vergangenen Monaten war. Einige Angehörige – darunter auch die Ex-Frau des mutmaßlichen Amokfahrers – hatten sogar Angst um ihre eigene körperliche Sicherheit sowie um nahestehende Personen. Diese schwere Zeit habe die Familie nur dank ihres vertrauten und familiären Umfelds überstehen können.
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Kritik an Behörden: Betroffene seien „allein gelassen” worden
Kritik übt die Familie an den Behörden. „Es gab Anzeigen, Gespräche mit Behörden und wiederholte Versuche, Hilfe zu erhalten, um eine weitere Eskalation zu verhindern”, heiße es in dem Schreiben weiter. Diese Unterstützung scheint jedoch nicht in dem Umfang erfolgt zu sein, den sich die Familie gewünscht hatte. So hatten die „unmittelbar Betroffenen über lange Zeit das Gefühl, mit dieser Situation weitgehend allein gelassen” worden zu sein.
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Insbesondere dass intime Details öffentlich breitgetreten würden, die die Familie selbst nicht der breiten Masse kundgegeben habe, belaste sie stark. Deshalb bittet die Familie sowohl die Öffentlichkeit als auch die Medien, die Privatsphäre der Familie zu respektieren.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, MDR


