Amokfahrt in LeipzigAuto rast in der Innenstadt in eine Menschengruppe
Horror-Szenen in Leipzig!
Ein Auto ist am Montagnachmittag in der Innenstadt in eine Menschengruppe gefahren. Zwei Menschen sind dabei ums Leben gekommen, wie Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung bestätigte. Was bisher zu dem Vorfall bekannt ist.
Auto rast in Leipzig in Menschengruppe – Fahrer festgenommen!
Nach Angaben des SPD-Politikers und der Polizei gab es zudem mehrere, zum Teil sehr schwer, Verletzte, als der mutmaßliche Täter aus bislang unbekannten Gründen sein Fahrzeug in eine Fußgängerzone steuerte. Von drei Schwerverletzten ist die Rede. Nach Angaben des Leipziger Branddirektors Axel Schuh gab darüber hinaus „20 Betroffene”.
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Nach Polizeiangaben wurde der Fahrer des Wagens festgenommen und befindet sich aktuell in Gewahrsam. Er ist 33 Jahre alt und deutscher Staatsbürger. Der Mann habe das Auto selbst gestoppt und sei noch im Fahrzeug festgenommen worden. Von ihm gehe derzeit keine Gefahr mehr aus.

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes
Aus Sicherheitskreisen heißt es: Der Fahrer ist psychisch auffällig und bereits mit Straftaten aufgefallen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt unter anderem wegen Mordes in zwei Fällen sowie versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen.
Das Auto, ein VW Golf oder Polo steht mit kaputter Windschutzscheibe und demolierter Motorhaube am Straßenrand. Laut Bild-Zeitung soll der Fahrer mit hoher Geschwindigkeit gefahren sein.

Ministerpräsident und Oberbürgermeister sprechen von „Amokfahrt”
Oberbürgermeister Burkhard Jung sprach am Abend in einer Pressekonferenz von einer „Amokfahrt”. Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) geht bei dem tragischen Geschehen in Leipzig von einer mutmaßlichen „Amokfahrt” aus. „Das erschüttert mich zutiefst. Ich bin in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien. Den Verletzten wünsche ich Kraft und schnelle Genesung. So eine Tat macht uns sprachlos – und sie macht uns entschlossen”, sagte Kretschmer.
Und weiter: „Wir werden alles daransetzen, sie schnell und vollständig aufzuklären. Der Rechtsstaat wird mit aller Konsequenz handeln.” Jetzt werde es darum gehen, füreinander da zu sein. „Sachsen hält zusammen.”
Hier fuhr das Auto in die Menschengruppe!
Nach Polizeiangaben geschah der Vorfall in der Grimmaischen Straße, einer Einkaufsstraße. Die Einkaufsstraße verbindet den Augustusplatz, wo unter anderem das Gewandhaus steht, und den Markt.

Die Grimmaische Straße führt vom zentralen Augustusplatz in die Leipziger Fußgängerzone. In der Nähe befindet sich die Universität sowie die Nikolaikirche Leipzig, ein zentraler Ort der Friedlichen Revolution.
Das Motiv des Fahrers ist noch unklar
Die Rede war lange von einer „dynamischen Lage” und einer „lebensbedrohlichen Einsatzlage”. Viele Details sind aber noch offen. So ist der genaue Hergang des Geschehens aktuell noch unklar; die Polizei machte dazu keine Angaben.
Auch die Hintergründe des Vorfalls – einschließlich eines möglichen Motivs – sind unbekannt. Es ist somit unklar, ob es sich um eine vorsätzliche Amokfahrt, einen Unfall oder ein anderes Geschehen handelt; dazu liegen keine offiziellen Angaben vor. (mit afp, dpa, reuters)
Verwendete Quellen: AFP, DPA, Reuters, Radio Leipzig, Bild


