Insa-Umfrage schockiert DeutschlandHistorischer Vorsprung: AfD bricht Rekorde, Union stürzt ab

Mehrheitlich bewegen sich die Parteien in einer neuen Insa-Umfrage nicht. An der Spitze vergrößert die AfD aber den Abstand zur Union.
Der Vorsprung der AfD im Vergleich zur Union ist in einer aktuellen Umfrage erneut größer geworden. Die Partei steht in der neuesten Befragung des Meinungsforschungsinstituts Insa für die „Bild“-Zeitung bei 29 Prozent und damit 8 Punkte vor der Union (21 Prozent), die im Vergleich zur Vorwoche leicht verliert (minus 1). Nach Angaben der Zeitung war der Abstand zwischen den Parteien in Insa-Befragungen noch nie so groß.
Keine Bewegung registrieren die Meinungsforscher bei den anderen Parteien: Die Werte von SPD (12 Prozent), Grünen (14 Prozent) und Linke (11 Prozent) bleiben unverändert. FDP und BSW würden mit jeweils 3 Prozent den Einzug in den Bundestag verpassen.
Für die repräsentative Umfrage wurden zwischen dem 1. und 5. Juni insgesamt 1.206 Wahlberechtigte befragt. Das Institut gibt die maximale Fehlertoleranz mit 2,9 Prozentpunkten an.
Das Trendbarometer von RTL und ntv hatte die AfD kürzlich noch etwas schwächer bei 27 Prozent verortet, vor der Union bei 21 Prozent, den Grünen bei 15 Prozent, der SPD bei 12 Prozent, gefolgt von der Linken bei 11 Prozent. Für die FDP gab es in der von Forsta erstellten Umfrage mal wieder eine gute Nachricht: Erstmals seit langem erreichten die Freien Demokraten wieder fünf Prozent. Das BSW kam im RTL/ntv-Trendbarometer auf 3 Prozent. Hierfür wurden zwischen dem 26. Mai und 1. Juni 2502 Menschen befragt. Die Fehlertoleranz wurde mit 2,5 Prozentpunkten angegeben.
Laut einer weiteren Befragung im Auftrag der „Bild“ sinken auch die persönlichen Werte von Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU weiter: Demnach sind 77 Prozent der Befragten mit ihm unzufrieden - 6 Punkte mehr als bei der letzten Befragung dieser Art Ende April. Der Anteil derjenigen, die sich zufrieden äußerten, sank um 4 Punkte auf 15 Prozent. 8 Prozent machten keine Angaben.
Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf etwaige Wahlausgänge.
Verwendete Quellen: mpe/dpa


