Hitzewelle belastet das NetzTunesien-Urlauber aufgepasst! Auswärtiges Amt warnt vor Stromausfällen

Und plötzlich geht nichts mehr!
Wer jetzt nach Tunesien fährt, muss sich darauf einstellen, teils unangekündigt ohne Strom im Hotel zu sitzen. Durch Temperaturen von fast 50 Grad ist das Netz vor Ort überlastet. Die Behörden müssen deswegen zu einer drastischen Maßnahme greifen.
Stromverbrauch extrem angestiegen
Nach Angaben des Auswärtigen Amts sind momentan Temperaturen von bis zu 47 Grad Celsius möglich. Die starke Hitze sorge für eine deutlich höhere Belastung des tunesischen Stromnetzes, teilt die Behörde mit. Die Strom- und Gasgesellschaft STEG greife deshalb auf vorübergehende Abschaltungen zurück. Diese können laut Auswärtigem Amt auch unangekündigt erfolgen. Der Hinweis ist auf der Internetseite mit Stand vom 24. Juli 2026 aufgeführt.
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Der Verbrauch dürfte zuletzt unter anderem durch die Nutzung von Klimaanlagen, Ventilatoren und dergleichen mehr drastisch gestiegen sein. Der Energieversorger hat jüngst täglich für viele Regionen Tunesiens darauf hingewiesen, dass es zu zeitweiligen Stromausfällen kommen kann, um die Sicherheit und die Stabilität des Stromnetzes gewährleisten zu können.
Hitzewelle und Waldbrände
Die tunesische Nachrichtenagentur TAP berichtete am 23. Juli, dass das Land sich seit mehr als einer Woche mit extremen Temperaturen konfrontiert sieht. Die Höchsttemperaturen seien in den meisten Regionen bei über 45 Grad Celsius gelegen. Dies habe neben Stromausfällen auch zu Bränden und Wasserunterbrechungen in zahlreichen Landesteilen geführt.
Laut Mohamed Naoufel Ben Haha, Generaldirektor für Forstwirtschaft am Landwirtschaftsministerium, wurden allein zwischen dem 1. Mai und dem 23. Juli 2026 durch Brände rund 4.400 Hektar an Waldfläche zerstört. Im Vorjahr seien es im gleichen Zeitraum etwa 2.705 Hektar gewesen. Die Ursachen für die Brände seien neben der extremen Hitze vor allem auf Fahrlässigkeit von Menschen oder vorsätzlich verursachte Feuer zurückzuführen.
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Was die Stromausfälle für den Urlaub bedeuten
Die kürzlich angekündigten, möglichen Stromabschaltungen beschränkten sich nicht nur auf abgelegene Regionen. Die STEG veröffentlichte für mehrere Tage Listen mit Gebieten, in denen darauf hingewiesen wurde, dass der Strom unterbrochen werden könne. Genannt wurden unter anderem auch Teile des Großraums Tunis sowie bekannte Urlaubsregionen wie Hammamet oder Zarzis.
Für Reisende geht es dabei nicht nur darum, dass in einem Hotelzimmer vorübergehend das Licht ausgeht oder der Fernseher nicht funktioniert. Ohne Strom funktionieren unter Umständen auch Klimaanlagen und Lüftungssysteme nicht. Bei Temperaturen weit jenseits der 40-Grad-Marke kann das schnell zu einer körperlichen Belastung werden.
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Darüber hinaus hält das Auswärtige Amt Internet- und Mobilfunkstörungen für möglich. Auch die Wasserversorgung könne betroffen sein. Dasselbe gelte für Geldautomaten. Die Behörde empfiehlt, sich bei der Reiseleitung, dem Veranstalter oder direkt in der Unterkunft nach der aktuellen Lage zu erkundigen. Auch die lokalen Medien und Mitteilungen der STEG können Hinweise auf bevorstehende Abschaltungen liefern. Das Auswärtige Amt rät außerdem, die direkte Sonne tagsüber zu meiden und ausreichend zu trinken. Wer Medikamente benötige, die dauerhaft gekühlt werden müssen, solle sicherstellen, dass diese selbst bei Stromausfällen angemessen gelagert werden können.
Gerade für ältere Personen, Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen können derartige Bedingungen besonders gefährlich sein. Auch für einen ausreichenden Wasservorrat sollte gesorgt werden, wenn die Wasserversorgung betroffen sein kann. Urlauberinnen und Urlauber sollten daneben nicht ausschließlich auf Kartenzahlung setzen und wichtige Unterlagen wie Buchungsbestätigungen oder Tickets zusätzlich lokal auf dem Handy speichern, damit diese auch ohne Internet abrufbar sind. Sinnvoll dürfte es zudem sein, das Smartphone und Powerbanks rechtzeitig aufzuladen. (spotonnews/ajo)
Verwendete Quellen: Spot On News
































