Bekannte Marke bekommt schlechteste NoteDieser Kirschjoghurt schmeckt Stiftung Warentest am besten

Wie viele Kirschen stecken wirklich im Kirschjoghurt?
Das hat Stiftung Warentest bei 20 Produkten genauer unter die Lupe genommen. Zwar schmecken viele gut – doch ausgerechnet beim Fruchtanteil sparen viele Hersteller. Das Schlusslicht im Test: ausgerechnet eine bekannte Marke.
Wo kommt der Kirschgeschmack im Joghurt her?
Kirschjoghurt gehört zu den meistverkauften Fruchtjoghurt-Sorten. Doch wie viel vom Geschmack stammt aus echten Früchten und wie viel aus zugesetzten Aromen? Stiftung Warentest hat das bei insgesamt 20 Produkten überprüft: zehn klassische Kirschjoghurts, sieben Kirschsahnejoghurts und drei Kirschjoghurts griechischer Art. 14 Produkte erhielten insgesamt die Note „gut“, das günstigste davon kostet nur 29 Cent pro Becher.
Den größten Anteil am Qualitätsurteil hatte der Geschmack. Fünf geschulte Prüfpersonen bewerteten Aussehen, Geruch, Konsistenz, Geschmack und Mundgefühl der anonymisiert servierten Joghurts. Das sensorische Urteil floss zu 50 Prozent in die Gesamtnote ein. Darüber hinaus untersuchte das Labor die Produkte auf Pestizide und weitere Schadstoffe. Bewertet wurden außerdem der Zuckergehalt pro Portion, die mikrobiologische Qualität, die Handhabung der Verpackung und die Angaben auf dem Becher.
Lese-Tipp: Täglich Joghurt essen? So wirkt sich das auf eure Gesundheit aus
Dieser Joghurt enthält die meisten Kirschen
Beim tatsächlichen Fruchtanteil gibt es deutliche Unterschiede. Im Durchschnitt enthalten die getesteten Produkte laut Zutatenlisten rund zehn Prozent Kirschen. Umgerechnet auf einen 150-Gramm-Becher sind das etwa vier kleine Früchte.
Den höchsten Kirschanteil bietet mit Abstand der Feinjoghurt Kirsche von Mövenpick (66 Cent pro 100 g). In ihm stecken laut Deklaration 16 Prozent Kirschen. Der Hersteller verzichtet auf zugesetzte Aromen und färbende Lebensmittel. Trotzdem reicht es wegen Schwächen unter anderem beim Zuckerurteil und bei der Verpackung nur für die Gesamtnote „gut” (2,2).
Lese-Tipp: Skyr, Joghurt oder Quark: Welche Variante ist am gesündesten?
Die Testsieger im Kirschjoghurt-Vergleich
Bei den klassischen Kirschjoghurts landet Müller Joghurt mit der Ecke Kirsche plus cremiger Joghurt (3,5 % Fett, 59 Cent pro 100 g) mit der Gesamtnote 2,0 vorne. Die Prüfer lobten die ausgeprägte Kirschnote und die ausgewogene Mischung aus Süße und Säure.
Der Gesamtsieger des Vergleichs kommt aus dem Regal von Lidl: der Milbona Sahne-Joghurt mild Kirsche erreicht die Note 1,8 und ist damit zugleich der beste Kirschsahnejoghurt. Er schmeckte laut Test deutlich nach Kirsche, sehr süß und besonders cremig. Mit rund 26 Cent pro 100 Gramm gehört er außerdem zu den günstigsten Kandidaten.
In der Kategorie Joghurt griechischer Art gewinnt der Lyttos Joghurt nach griechischer Art Kirsche von Aldi (9,4 % Fett, 27 Cent pro 100 g) mit der Note 2,0. Positiv fielen die ausgeprägte Kirschnote, die ausgewogene Süße-Säure-Balance und die stark cremige Konsistenz auf. Alle drei Testsieger sind im sensorischen Urteil „sehr gut” (Note 1,5).
Video-Tipp: Wie lange kann ich Lebensmittel nach dem Öffnen wirklich noch essen?
Ehrmann auf dem letzten Platz
Am Ende der Tabelle landet der Ehrmann Almighurt Kirsche (59 Cent pro 100 g) mit der Note „ausreichend” (3,6). Geschmacklich erreicht der Joghurt noch ein „gut“., obwohl er laut Testteam weniger frisch rieche, sehr süß sei und einen leicht untypischen Beigeschmack habe.
Entscheidend für die schlechte Gesamtnote war allerdings die Deklaration: Ehrmann wirbt auf dem Becher mit einer „erlesenen Fruchtzubereitung aus Deutschland“. Die Kirschen stammen nach Angaben des Unternehmens jedoch aus Polen und werden lediglich in Deutschland verarbeitet. Stiftung Warentest bewertete diese Darstellung als missverständlich und vergab für die Deklaration nur ein „ausreichend“.
Verwendete Quelle: Stiftung Warentest









