Stiftung Warentest vergleichtNutella nur auf Platz drei! Zwei Nuss-Nougat-Cremes schlagen den Marktführer

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Ein Brötchen mit Nutella liegt auf einem Frühstücksbrett. Der Brotaufstrich wird 60. Im italienischen Alba lief am 20. April 1964 das erste Glas vom Band. Erfunden wurde die Nuss-Nougat-Crème von Pietro Ferrero. Heute ist sie fast überall auf der Welt ein Erfolg.
picture alliance/dpa | Hendrik Schmidt

Nur Bronze für den Markenliebling!
Stiftung Warentest hat 18 Nuss-Nougat-Cremes unter die Lupe genommen. Gleich zwei Konkurrenten schneiden besser ab als der Marktführer. Woran liegt’s?

So wurden die Nuss-Nougat-Cremes getestet

Im Test traten Markenprodukte und Eigenmarken gegeneinander an, darunter sechs Bio- und fünf vegane Cremes sowie neun Produkte ohne Palmöl. Besonders wichtig war den Testern der Geschmack: Das sensorische Urteil machte 45 Prozent der Gesamtnote aus. Geschulte Fachleute verkosteten die Cremes dafür anonymisiert.

Außerdem prüfte Stiftung Warentest die Produkte auf Schadstoffe und Keime, bewertete die Nährstoffzusammensetzung und nahm die Angaben auf den Verpackungen unter die Lupe. Das Ergebnis kann sich insgesamt sehen lassen: Zwölf der 18 Cremes schneiden „gut“ ab, vier „befriedigend“ und zwei „ausreichend“.

Teuerste Marke und Discounter teilen sich Testsieg

Ganz vorne landen zwei sehr unterschiedliche Produkte: eine günstige Eigenmarke vom Discounter und eine vegane dunkle Haselnuss-Creme aus einer Thüringer Manufaktur. Letztere glänzt beim Geschmack sogar mit der Bestnote 1,0. Sie schmeckt laut Test-Urteil kräftig nach Haselnuss und besitzt eine deutliche Röstnote. Mit mehr als 50 Prozent Haselnüssen hat sie außerdem den höchsten Nussanteil im Test. Der Haken: 100 Gramm kosten stolze 5,94 Euro.

Deutlich günstiger ist der zweite Testsieger: Für gerade einmal 50 Cent pro 100 Gramm bekommt die Discounter-Creme im sensorischen Urteil eine 1,5. „Wer weniger ausgeben möchte, macht beim zweiten Testsieger vom Discounter kaum geschmackliche Abstriche“, erklärt Warentest-Ernährungsexpertin Sara Waldau.

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Nutella schmeckt top – aber …

Auch Nutella bekommt für den Geschmack die starke Note 1,5. Für den Gesamtsieg reicht es trotzdem nicht. Ein Grund sind die Nährwerte: Mit einem Zuckeranteil von 57 Prozent enthält Nutella laut Stiftung Warentest mehr Zucker als jede andere Creme im Test. Der Haselnussanteil beträgt 13 Prozent – genauso viel wie beim günstigen Testsieger vom Discounter.

Wie süß das tatsächlich ist, zeigt eine Beispielportion: In 20 Gramm Nutella stecken umgerechnet fast vier Stück Würfelzucker. Waldau erinnert deshalb daran: „Wer sich morgens Nuss-Nougat-Creme aufs Frühstücksbrot schmiert, sollte daran denken: Das ist eine Süßigkeit.“ Auch andere Produkte bestehen der Analyse immer noch ungefähr zur Hälfte aus Zucker und zu einem Drittel aus Fett.

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Abführende Wirkung bei Testverlierer?

Trotzdem gehört ausgerechnet eine zuckerreduzierte Alternative gehört zu den schwächsten Produkten: Die Creme von Ahead enthält 42 Prozent Maltit. Der Zuckeralkohol kann bei größeren Mengen abführend wirken. Auch geschmacklich konnte das Produkt nicht überzeugen. Stiftung Warentest bemängelt eine kräftige, isoliert wirkende Süße.

Zusätzlich fanden die Prüfer aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe, sogenannte MOAH. Der gemessene Wert lag zwar knapp unter dem Orientierungswert, die Stoffgruppe gilt jedoch als problematisch, weil darin möglicherweise krebserregende Verbindungen vorkommen können.

Verwendete Quelle: Stiftung Warentest