Wie Vinted für ReisenKrank vor dem Urlaub? Das ist die clevere Alternative zur teuren Stornierung
Die Koffer sind fast gepackt, die Vorfreude riesig!
Und dann das: krank geworden, Job-Stress, familiärer Notfall. Statt Strand und Sundowner drohen saftige Stornokosten, die fast so hoch sein können wie der komplette Urlaub. Doch muss das wirklich sein? Immer mehr Urlauber entdecken eine Alternative: Sie geben ihre bereits gebuchte Reise einfach an jemand anderen weiter – und retten so einen Teil ihres Geldes. Und für Schnäppchenjäger winken dabei Preisnachlässe von bis zu 70 Prozent. Wir haben uns das mal genauer angeschaut.
Reise weitergeben: So einfach geht’s beim Veranstalter
Wer kurz vor der Abreise absagen muss, kennt das Problem: Je näher der Reisetermin rückt, desto teurer wird die Stornierung. Bei Pauschalreisen können die Stornokosten kurz vor knapp fast beim vollen Reisepreis liegen. Heißt: Man zahlt fast alles – für genau gar nichts.
Was viele nicht wissen: Das Pauschalreiserecht ermöglicht euch, eure Reise an einen Ersatzreisenden abzutreten. Dafür müsst ihr den Reiseveranstalter lediglich rechtzeitig informieren – in der Regel bis spätestens sieben Tage vor Reisebeginn. Der Veranstalter darf dem nur widersprechen, wenn die neue Person bestimmte Reiseanforderungen, wie zum Beispiel ein notwendiges Visum, nicht erfüllt. Und laut VUSR, dem Bundesverband der Reisebüros, gibt es auch die Möglichkeit, dass Reisebüros untereinander vermitteln, wenn jemand seine gebuchte Reise nicht antreten kann.
Lese-Tipp: Eine Reise, viele Preise! Wie ihr fast die Hälfte bei der Buchung sparen könnt
Die Kosten für diesen Wechsel sind oft überraschend gering. Während einige Veranstalter wie TUI lediglich eine Bearbeitungsgebühr von 10 Euro verlangen, fallen bei anderen wie Bentour oder Aida Cruises (sofern kein Flug inkludiert ist) rund 50 Euro an, erklärt RTL-Urlaubsretter Ralf Benkö. Hinzu kommen eventuell Gebühren, die Fluggesellschaften für die Namensänderung erheben. Ein Vergleich mit den oft vierstelligen Stornokosten zeigt: Der Verkauf der Reise ist meist die deutlich günstigere Option. Wichtig zu wissen ist jedoch: Der ursprüngliche und der neue Reisende haften gemeinsam für den Reisepreis und alle anfallenden Zusatzkosten.
Zweite Chance für Schnäppchenjäger
Eine spannende Möglichkeit, einen „Nachfolger” für den eigenen Urlaub zu finden, bieten sogenannte Second-Hand-Reiseplattformen wie Transfer Travel, Plans Change oder Bonvoyou. Das Prinzip ist simpel: Verkäufer stellen ihre gebuchte Reise – oft mit einem deutlichen Rabatt – online, und Interessenten können diese direkt kaufen oder darauf bieten. Nach dem Deal wird die Buchung offiziell auf den neuen Reisenden umgeschrieben.
Diese Portale locken Käufer mit angeblichen Mega-Schnäppchen für Flüge, Kreuzfahrten und Hotelzimmer. Doch bei der Nutzung ist Vorsicht geboten:
Standort prüfen: Viele Angebote stammen beispielsweise aus Großbritannien, was für deutsche Urlauber aufgrund der Anreise zum Abflughafen unpassend sein kann.
Versteckte Kosten: Als Verkäufer müsst ihr oft eine Provision an die Plattform zahlen. Käufer sollten genau prüfen, ob zum Angebotspreis noch weitere Gebühren hinzukommen, bevor sie zuschlagen.
Seriosität: Wie bei jedem Online-Marktplatz ist es entscheidend, die Plattform und die genauen Bedingungen gründlich zu prüfen, bevor man eine Reise einstellt oder kauft.
Trotz der potenziellen Fallstricke können diese Börsen sowohl für Verkäufer als auch für Käufer eine Win-win-Situation schaffen: Der eine bleibt nicht auf seinen Kosten sitzen, der andere reist zum Traumpreis.

Nummer sicher! Der beste Tipp für jede Buchung
Auch wenn der Verkauf der eigenen Reise eine gute Notlösung ist, gibt es einen noch einfacheren Weg, sich vor hohen Stornogebühren zu schützen: Bucht eure Reisen am besten immer mit einer Flex-Option. Diese kostet zwar anfangs etwas mehr, schont aber im Fall der Fälle die Nerven der Reisenden. Denn eine geplante Reise nicht antreten zu können, ist bitter. Aber es muss nicht automatisch zum finanziellen Desaster werden.
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Viele Veranstalter bieten inzwischen flexible Tarife, bei denen Umbuchungen oder Stornierungen – je nach Modell – bis kurz vor der Abreise deutlich günstiger oder sogar kostenlos möglich sind. Wenn Krankheit, Jobwechsel oder private Probleme dazwischenkommen, zahlt sich diese Flexibilität oft doppelt aus.
Statt in letzter Minute hektisch nach Ersatzreisenden zu suchen, Verkaufsanzeigen ins Netz zu stellen oder sich durch Gebührenlisten von Airlines und Portalen zu wühlen, reicht dann ein Klick: Reise stornieren oder umbuchen – fertig.
Verwendete Quellen: RTL




