Mehr Flüssigkeit im Handgepäck erlaubtAn diesen Flughäfen gelten bereits neue Regeln

Hört dieser nervige Stress vor dem Abflug nun endlich auf?
Die neue Scannertechnik an Flughäfen entschärft die Sicherheitskontrolle – doch längst nicht überall gleichermaßen. Eine europaweite Übersicht von RTL und der Buchungsplattform Omio gibt Aufschluss, wo Urlauber schon heute mehr als die üblichen 100 Milliliter Flüssigkeiten mitnehmen dürfen.
Neue Handgepäck-Regeln an Flughäfen
Wer mit Handgepäck fliegt, kennt diese strikte Vorschrift: das 100-Milliliter-Limit für Flüssigkeiten. Shampoo, Sonnencreme oder Parfum dürfen nur in kleinen Behältern transportiert und müssen zusätzlich in einem durchsichtigen Plastikbeutel verstaut werden, um durch die Sicherheitskontrolle am Flughafen zu kommen.
Doch an immer mehr Flughäfen in Europa wird diese Vorschrift inzwischen gelockert. Das macht der moderne CT-Scanner möglich, der das Handgepäck dreidimensional durchleuchtet und Flüssigkeiten deutlich präziser erkennen kann als die bisherigen Röntgengeräte.
Für Reisende bedeutet das spürbare Erleichterungen: An Flughäfen mit der neuen Technik dürfen Passagiere häufig deutlich größere Flüssigkeitsmengen im Handgepäck transportieren – teilweise bis zu zwei Liter pro Behälter. Damit können zum Beispiel auch große Shampoo- oder Sonnencremeflaschen, Trinkflaschen oder Deosprays problemlos im Handgepäck bleiben.
Der bekannte durchsichtige Plastikbeutel ist vielerorts ebenfalls nicht mehr nötig. Flüssigkeiten müssen oft nicht mehr separat aus dem Gepäck genommen werden, ebenso wie elektronische Geräte wie Laptops oder Tablets. Für Urlauber bedeutet das weniger Einschränkungen beim Packen und häufig auch ein schnelleres Durchkommen an der Sicherheitskontrolle. Allerdings ist die neue Technik bis jetzt nicht überall im Einsatz – viele Flughäfen arbeiten derzeit erst an der Umstellung.
Diese Flughäfen haben die neuen Regeln bereits eingeführt
Aktuell profitieren Passagiere von den gelockerten Flüssigkeitsregeln an folgenden deutschen Airports: Flughafen Frankfurt (FRA),
Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) und Flughafen München (MUC). Am Flughafen Köln/Bonn (CGN) soll die neue CT-Scanner-Technik ebenfalls eingeführt werden. Die Erweiterung der Flüssigkeitsregeln ist dort für dieses Jahr angekündigt.
An diesen deutschen Flughäfen gelten weiterhin die alten Regeln
An den meisten deutschen Flughafen bleibt es vorerst bei der klassischen Sicherheitskontrolle. Das bedeutet weiterhin: maximal 100 Milliliter pro Behälter, Flüssigkeiten müssen in einen durchsichtigen Plastikbeutel, dieser darf insgesamt höchstens einen Liter fassen. Diese herkömmlichen Vorschriften gelten weiterhin unter anderem an folgenden deutschen Flughäfen: Hamburg, Bremen, Hannover, Münster/Osnabrück, Düsseldorf, Weeze, Frankfurt-Hahn, Dortmund, Paderborn, Saarbrücken, Karlsruhe/Baden-Baden, Stuttgart, Friedrichshafen, Nürnberg, Erfurt-Weimar, Dresden und Leipzig/Halle.
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Auch viele europäische Flughäfen lockern bereits die Regeln: Im europäischen Ausland sind die neuen CT-Scanner deutlich häufiger im Einsatz. Lockerungen gelten unter anderem an Flughäfen in Rom (Fiumicino), Barcelona, Palma de Mallorca, London-Heathrow, Amsterdam, Malta, Madrid, Prag, Dublin und Helsinki.
Die Lockerungen werden durch moderne CT-Scanner möglich, die an immer mehr europäischen Flughäfen eingesetzt werden. Die Technologie wurde von der EU zugelassen, weil sie den Inhalt von Gepäckstücken deutlich genauer analysieren kann als die bisher üblichen Röntgengeräte.
Während herkömmliche Scanner nur zweidimensionale Bilder liefern, erstellen CT-Scanner ein dreidimensionales Bild des Handgepäcks, ähnlich wie bei einem medizinischen Computertomografen im Krankenhaus. Sicherheitskräfte können den Inhalt des Koffers dadurch digital drehen, vergrößern und aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. So lassen sich Flüssigkeiten, elektronische Geräte oder andere Gegenstände wesentlich präziser identifizieren.
Für Reisende bringt das mehrere praktische Vorteile an der Sicherheitskontrolle: Flüssigkeiten müssen häufig nicht mehr separat vorgezeigt werden. Laptops, Tablets wie auch andere elektronische Geräte können im Gepäck bleiben und weniger Auspacken bedeutet schnellere Kontrollen und kürzere Wartezeiten.
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Ziel der EU ist es, bis spätestens 2030 die Mehrheit der europäischen Flughäfen mit modernen Scannern auszurüsten. Bis dahin wird es jedoch weiterhin Unterschiede zwischen Flughäfen, Terminals oder einzelnen Kontrollspuren geben.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, Omio



