„Pink Moon“ am 2. April 2026Dank Vollmond schlecht geschlafen? Was wirklich dran ist an dem Mond-Mythos

Der letzte Vollmond des Jahres wird auch «Cold Moon» oder «Julmond» genannt. (Archivbild)
Viele Menschen sind davon überzeugt, bei Vollmond schlechter zu schlafen.
Christian Charisius/dpa

Habt ihr ihn auch schon gesehen?
In den vergangenen Tagen waren die Nächte vielerorts so klar, dass man den immer praller werdenden Mond bereits gut sehen konnte. Am 2. April erreicht er nun nach rund einem Monat wieder seine komplette Fülle – es ist Vollmond, der sogenannte „Pink Moon“ erstrahlt über unseren Köpfen. Aber bedeutet das für uns auch gleichzeitig schlechten Schlaf? Was ist wirklich dran an diesem Mond-Mythos?

Vollmond am 2. April 2026: Hat der „Pink Moon“ wirklich Auswirkungen auf unseren Schlaf?

Die Annahme, dass Vollmond mit schlechtem Schlaf einhergeht, hält sich seit Ewigkeiten wacker. Doch so richtig wissenschaftlich bewiesen sei der Einfluss des Mondes auf unseren Schlaf nicht, wie Diplom-Psychologin Cordula Leddin in einem früheren RTL-Interview erklärte. Es könnte auch sein, dass wir selbst schuld sind an schlechtem Schlaf zur Vollmond-Zeit, da wir ihn uns selbst einreden.

Dass die eigene Einstellung einen großen Einfluss auf guten bzw. schlechten Schlaf hat, davon ist auch die psychologische Beraterin Ruth Marquardt überzeugt: Wenn wir mit dem Gedanken ins Bett gehen, dass wir bestimmt schlecht schlafen werden, dann werde sich diese Befürchtung auch bewahrheiten, erklärte die Expertin in einem früheren Interview. Dieses Phänomen nennt man „selbsterfüllende Prophezeiung“ und diese trete ein, weil wir unsere volle Aufmerksamkeit auf diese eine Sache richten.

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Der Mond beeinflusst Ebbe und Flut – und auch den menschlichen Körper?

Auch wenn sich Experten darüber einig zu sein scheinen, dass die eigene Einstellung zum Großteil dazu beiträgt, dass wir bei Vollmond schlecht schlafen, so sagt Psychologin Leddin aber auch, dass es keinesfalls abwegig sei, dass auch der Mond einen Anteil daran hat: Es könne durchaus sein, dass diese magnetischen Kräfte, die auch auf das Wasser wirken, auch Auswirkungen auf uns haben, so die Expertin. Immerhin bestehen wir Menschen zu mehr als 50 Prozent aus Wasser. Und: „Auch viele Tiere reagieren auf den Mond, warum sollte der Mensch nicht darauf reagieren?“

Der Mensch habe zudem einen Zirkadianrhythmus, erklärt die Psychologin. „Unser Körper ist also auf 24 Stunden geeicht, das ist schon genetisch in uns programmiert. Manche sagen auch, es könnte auch einen zirkalunaren Rhythmus geben, also dass man sozusagen den Rhythmus des Mondes schon verinnerlicht hat“, so Leddin weiter.

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Wach in der Vollmond-Nacht: Was hilft, negative Gedanken zu stoppen und wieder einzuschlafen?

Ob es nun am Vollmond oder aber an der eigenen Einstellung liegt: Fakt ist, dass viele Menschen bei Vollmond schlechter schlafen und sich mitten in der Nacht mit negativen Gedanken herumquälen.

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Kein Wunder! Denn: „Abends kommt man zur Ruhe und man hat nicht mehr so viel Ablenkung. Dann fangen natürlich die Gedanken an zu rattern“, erklärt Leddin. Hinzu komme, dass wir nachts unser körperlich bedingtes Stimmungstief haben. Der Serotoninspiegel sei hier am niedrigsten, der Melatoninspiegel am höchsten, so die Expertin weiter. „Wir sind alle morgens um vier Uhr am depressivsten, und dann ist es wichtig, sich davon nicht einkriegen zu lassen. Sich wirklich zu sagen, okay, ich weiß gerade, die Stimmung ist nicht gut, ich gebe jetzt diesem Grübeln nicht nach.“

Es könne auch helfen, einer begleiteten Meditation zu lauschen, um wieder in den Schlaf zu finden.

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Wer nicht (wieder) aus eigener Kraft einschlafen kann, dem kann es helfen, seine Gedanken bewusst auf etwas anderes zu lenken.

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Manche Menschen nutzen dafür Hörbücher (eine große Auswahl findet ihr auf RTL+), andere greifen lieber auf eine geführte Meditation zurück. Auf RTL+ findet ihr eine Vielzahl von Meditationen – auch solche, die extra dafür gemacht wurden, Menschen in den Schlaf zu begleiten.

Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche