Laura Maria Rypa musste Familienhündin Nala gehen lassenWenn das geliebte Haustier stirbt – das hilft euch durch die Trauer

Sie war eine „eine unfassbar liebevolle, ruhige Seele“!
Mit bewegenden Worten nimmt Influencerin Laura Maria Rypa (30) auf Instagram Abschied von Familienhündin Nala. Wie auch viele andere Menschen wirft sie der Verlust ihres geliebten Haustiers völlig aus der Bahn. Aber wie viel Trauer ist normal? Wie geht man am besten mit ihr um? Und wann ist die Zeit für ein neues Haustier gekommen?
Wieso wir um Tiere trauern wie um jedes andere Familienmitglied
Der Tod eines Haustieres kann für Erwachsene ein nur schwer zu verkraftendes Ereignis sein. In Zeiten, in denen immer mehr Menschen ohne Partner und in Single-Haushalten leben, ist das Haustier neben Familie und Freunden oft ein wichtiger Bezugspunkt. Aber auch in Familien erlebt man, dass Hund, Katze und Co. in kürzester Zeit zu vollwertigen Familienmitgliedern werden.
Gerade für Kinder und Jugendliche ist das Ableben eines Haustieres deshalb ein besonders großer Verlust. Denn sie haben in der Regel die meiste Zeit und oft den Großteil ihres bisherigen Lebens mit dem Tier verbracht. Häufig ist es für junge Menschen überhaupt die erste Berührung mit dem Thema Tod. Sie können daher nur sehr schwer mit der Situation umgehen, fühlen sich hilflos und ohnmächtig.
Es ist also völlig normal, dass der Tod des Tieres eine Lücke hinterlässt und zu Zuständen tiefster Trauer führt – und die nimmt Zeit in Anspruch. Zeit, die sich jeder nehmen sollte, denn Trauer muss man ausleben und zulassen – auch wenn das Umfeld nicht verstehen mag, warum einen der Verlust so sehr schmerzt, es sei ja schließlich „nur“ ein Tier gewesen. Wer seine Traurigkeit versucht zu unterdrücken, den wird sie irgendwann einholen.
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Dem Haustier Lebewohl sagen: So bewältigt ihr eure Trauer am besten
Bei der Trauerbewältigung kann in einem ersten Schritt ein feierliches Begräbnis oder eine Zeremonie helfen. Beachtet dabei jedoch, dass an die eigenständige Bestattung eines Tieres Bedingungen geknüpft sind: Wenn ihr euer Tier im Garten begraben wollt, muss das Grab mindestens 50 cm tief und zwei Meter von öffentlichen Wegen entfernt sein. Außerdem darf euer Tier nicht an einer infektiösen Krankheit gestorben sein und das Grab darf nicht in einem Wasserschutzgebiet liegen. Alternativ kann das Ganze auf einem offiziellen Tierfriedhof stattfinden – damit seid ihr definitiv auf der sicheren Seite.
Wichtig für die Trauerbewältigung ist außerdem, dass der Trauernde sein Tier nicht vergisst: Eine Fotocollage, eine Zeichnung oder ein Gemälde sind daher schöne Ideen und geben dem Trauernden die Chance, sich in Momenten aufkommenden Schmerzes an gemeinsame Momente mit dem Tier zu erinnern.
Es gibt noch weitere, von der Gesellschaft als unkonventionell angesehene Methoden der Trauerbewältigung. Manche lassen sich zum Beispiel ein Portrait oder den Namen des verstorbenen Tieres tätowieren. Andere bewahren sich ein paar Strähnen vom Fell auf oder lassen sich daraus Schmuck anfertigen.
Mit dem Thema Trauer um ein geliebtes Tier mussten sich auch Hundeprofi Martin Rütter und Podcast-Kollegin Kathatina Adick bereits schmerzlich auseinandersetzen. Im Podcast „Tierisch Menschlich” (jederzeit auf RTL+ streamen) haben die beiden darüber gesprochen.
Eure Meinung interessiert uns: Habt ihr schon mal um ein Tier getrauert?
Wenn das geliebte Haustier stirbt: Wie viel Trauer ist normal?
Auf viele Menschen wirkt diese Art der Trauer und Trauerbewältigung jedoch sonderbar. Daher muss man sich die Frage stellen: Wie viel Trauer ist überhaupt normal?
Grundsätzlich gilt: Alles, was dem Trauernden dabei hilft, über den Tod des geliebten Weggefährten hinwegzukommen, ist in Ordnung. Egal, ob es ein Begräbnis, eine Tätowierung oder ein Schmuckstück ist. Nach einer gewissen Zeit sollte der Tod des Haustieres jedoch verarbeitet, akzeptiert und die Trauerphase vorüber sein. Erst dann ist auch eine Neuorientierung möglich. Das heißt, erst dann kann darüber nachgedacht werden, ein neues Haustier anzuschaffen.
Besonders bei Kindern ist es wichtig, keinen Druck auszuüben oder gar gleich ein neues Haustier zu kaufen. Das ist nämlich häufig die Reaktion besorgter Eltern. Doch es handelt sich bei einem Haustier eben nicht um ein Spielzeug. Ein neues Tier kann kein schneller Ersatz für ein geliebtes Lebewesen sein.
Martin Rütter verrät: Wann ist die Zeit für ein neues Haustier gekommen?
Das betonte nach dem Tod seiner geliebten Hündin Emma auch Hundeprofi Martin Rütter. Oft wurde er gefragt, wann die Zeit für einen neuen Hund gekommen ist.
„Das Problem ist, ich vermisse nicht irgendeinen, sondern diesen Hund. Und solange das noch so ist, ist mein Herz einfach nicht auf”, erklärte er daraufhin. Nachdem sein erster Hund gestorben war, habe es sogar zwei Jahre gedauert, bis er bereit war, einen neuen Hund in sein Leben zu lassen.
Wann ihr bereit seid, ein neues Tier willkommen zu heißen, hängt demnach also ganz von euch und eurem Gefühl ab.
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche



