Viele legen Summen aufs GirokontoTrotz Inflation: Darum verlieren Tausende Deutsche bares Geld!

Verbraucherschützer empfehlen, lediglich eine Notreserve von etwa drei Nettomonatsgehältern liquide zu halten und den Rest zum Beispiel auf ein Tagesgeldkonto zu verschieben.
Verbraucherschützer empfehlen, lediglich eine Notreserve von etwa drei Nettomonatsgehältern liquide zu halten und den Rest zum Beispiel auf ein Tagesgeldkonto zu verschieben.
picture alliance/dpa / Fabian Sommer

Mehr als 10.000 Euro auf dem Girokonto? Bei jedem achten Erwachsenen ist das Realität - trotz fehlender Zinsen und Inflation. Wie Sparerinnen und Sparer das Potenzial ihres Vermögens besser entfalten.

Mehr Menschen als noch im vergangenen Jahr bunkern viel Geld auf ihren Girokonten. In einer repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag des Kreditvergleichsportals Smava erstellt hat, gab jeder Achte (13,0 Prozent) an, mehr als 10.000 Euro dort liegen zu haben. Im Vorjahr war es nur rund jeder Neunte (11,2 Prozent).

Das Problem dabei: Auf einem Girokonto gibt es für gewöhnlich keine Guthabenverzinsung - zumindest keine, die auch nur annähernd die Teuerung von zuletzt mehr als zwei Prozent ausgleichen könnte. Das bedeutet: Selbst wenn das Guthaben auf dem Girokonto konstant bleibt, nagt die Inflation daran. Verbraucherinnen und Verbraucher können sich von ihrem Geld also immer weniger leisten. Quasi: Sparen mit Wertverlust.

Verbraucherschützer empfehlen darum:

Das Kreditvergleichsportal Smava hat einmal ausgerechnet, welcher finanzielle Vorteil sich ergibt, wenn zum Beispiel 5000 Euro vom Girokonto abgezogen werden.

Auf einen solchen zahlen Verbraucherinnen und Verbraucher laut Bundesbank momentan rund 8,62 Prozent Zinsen pro Jahr. Die Sondertilgung erspare im Zeitraum von fünf Jahren daher rund 2120 Euro, so Smava.

Im Rahmen der Umfrage hatte das Meinungsforschungsinstitut Civey im Zeitraum vom 1. bis zum 3. Juni 2026 mehr als 5000 Personen ab 18 Jahren in Deutschland zu ihrem aktuellen Girokontostand befragt.

Verwendete Quellen: awi/dpa