Konto vor der Schließung?Verbraucherzentrale warnt vor neuer Falle für Paypal-Kunden

Pishing-Mail bei PayPal
Verbraucherzentrale
von Philipp Petersdorff

Eine persönliche Anrede und eine konkrete Frist sollen Vertrauen schaffen.
Doch wer aktuell eine Mail über die angebliche Schließung seines PayPal-Kontos bekommt, sollte vorsichtig sein. Die Verbraucherzentrale warnt vor einer neuen Phishing-Masche.

PayPal Phishing arbeitet mit persönlicher Anrede

Die Nachricht klingt zunächst ziemlich offiziell. Angeblich wurde das eigene PayPal-Konto seit mehr als drei Jahren nicht genutzt. Deshalb sei es eingeschränkt worden und solle innerhalb von 90 Tagen geschlossen werden. Doch genau hier lauert die Gefahr. Die Verbraucherzentrale warnt am 7. September vor diesem PayPal Phishing.

Besonders tückisch ist, dass die Betrüger ihre potenziellen Opfer mit Vor- und Nachnamen ansprechen. Das soll der Nachricht einen seriösen und individuellen Eindruck verleihen. Auch die angebliche Frist von 90 Tagen lässt die Mail laut Verbraucherzentrale wie ein geregeltes Verfahren aussehen und baut gleichzeitig Handlungsdruck auf. Als Betreff wird „Ihr PayPal-Konto wird geschlossen“ verwendet.

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Warnzeichen erkennen und Pishing verhindern

Es gibt allerdings Warnzeichen. Dazu zählen eine unseriöse Absenderadresse, die angebliche Einschränkung des Kontos, die angekündigte Schließung und vor allem ein Link in der Nachricht. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, die Mail nicht zu beantworten und in den Spam-Ordner zu verschieben. Wer tatsächlich ein PayPal-Konto besitzt und unsicher ist, sollte den Kontostatus ausschließlich über die offizielle App oder die bekannte Internetseite des Bezahldienstes kontrollieren.

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PayPal-Betrugsversuche auch per Telefon

Nicht nur per Mail versuchen Kriminelle offenbar, den Namen des Bezahldienstes auszunutzen. Die Bundesnetzagentur führt weiterhin einen aktuellen Hinweis zu missbräuchlichen Anrufen mit angeblichen Bandansagen im Namen von PayPal. Dabei hören Angerufene die Behauptung, über ihren Account sei eine Zahlung ausgelöst worden. Um diese zu verhindern, sollen sie die Taste „Eins“ drücken.

Die Anrufe erscheinen häufig mit ausländischen oder unterdrückten Nummern. Laut Bundesnetzagentur wurden in einigen Fällen aber auch deutsche Mobilfunknummern angezeigt. Die Behörde rät dazu, solche Gespräche sofort zu beenden, keine Taste zu drücken und keine persönlichen Daten preiszugeben.

Damit gilt bei PayPal-Phishing per Mail und verdächtigen PayPal-Anrufen gleichermaßen: Nicht auf die Aufforderung reagieren, sondern Angaben zum eigenen Konto auf offiziellem Weg überprüfen.

Verwendete Quellen: Verbraucherzentrale, Bundesnetzagentur