Fiese Steuer-Masche263 Euro vom Finanzamt? Verbraucherzentrale warnt vor dieser Mail

Diese Nachricht ist zu schön, um wahr zu sein!
263 Euro Steuererstattung – über so eine Nachricht dürften sich die meisten erst einmal freuen. Doch wer aktuell eine entsprechende E-Mail erhält, sollte bloß nicht auf den enthaltenen Link klicken. Die Verbraucherzentrale und ELSTER warnen vor einer Phishing-Masche im Namen des Bundeszentralamts für Steuern. Woran ihr den Betrug erkennen könnt.
Unerwarteter Geldregen? Von wegen!
Eine unerwartete Steuererstattung von 263 Euro? Genau mit dieser Aussicht versuchen Betrüger derzeit, an sensible Daten zu gelangen.
Die Verbraucherzentrale warnt seit dem 7. August in ihrem Phishing-Radar vor einer E-Mail, die angeblich vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) stammt. Den Empfängern wird darin vorgegaukelt, bei einer automatisierten Jahresveranlagung sei ein Guthaben festgestellt worden. Doch die vermeintliche Rückzahlung ist nur ein Köder.
So funktioniert der aktuelle Steuer-Betrug
Schon der Betreff soll möglichst offiziell wirken. Darin ist von einem „Erstattungsanspruch“ die Rede, versehen mit einem vermeintlichen Aktenzeichen und einer konkreten Frist. Damit die angeblichen 263 Euro ausgezahlt werden können, sollen Empfänger über einen Link in der E-Mail ein elektronisches Rückerstattungsformular aufrufen und ausfüllen.
Zusätzlich wird Zeitdruck aufgebaut. Wer nicht rechtzeitig reagiere, könne seinen angeblichen Anspruch verlieren. Genau diese Kombination aus Geldversprechen und Frist gehört laut Verbraucherzentrale zu den Warnsignalen.
Lese-Tipp: Trump entsetzt mit Steuer-Deal – weil er DIESE Sonderrechte für seine Familie bekommt!
Auch ELSTER warnt aktuell vor falschen Steuer-Mails
Besonders perfide: Solche Betrugsversuche sind derzeit offenbar kein Einzelfall. Auch ELSTER warnt auf seiner offiziellen Website aktuell ausdrücklich vor gefälschten E-Mails und SMS im Namen der Steuerverwaltung. Als vermeintliche Absender würden unter anderem ELSTER, Finanzämter oder das Bundeszentralamt für Steuern benutzt.
Das Entscheidende für euch: Die Steuerverwaltung informiert nach eigenen Angaben niemals direkt im E-Mail-Text über eine mögliche Nachzahlung oder Erstattung. Ebenso wenig fordert sie per Mail sensible Informationen wie Steuernummer, Bankverbindung, Kreditkartennummer, PIN oder die Antwort auf eine Sicherheitsfrage an.
Kommt also plötzlich eine vermeintlich behördliche Mail mit einer konkreten Steuererstattung in eurem Postfach an, ist Vorsicht angesagt.
Video-Tipp: SO holt ihr mehr aus eurer Steuererklärung raus!
An diesen Zeichen erkennt ihr die Phishing-Mail
Auch die Verbraucherzentrale nennt mehrere Auffälligkeiten in der aktuellen Nachricht. Dazu gehören eine unpersönliche Anrede und eine unseriöse Absenderadresse.
Weitere Warnsignale sind:
der vermeintliche Erstattungsanspruch von 263 Euro
die Aufforderung, über einen Link ein Formular aufzurufen
eine angeblich drohende Frist
ein Aktenzeichen und eine behördliche Gestaltung, die Vertrauen schaffen sollen
Der offizielle Look einer Mail ist also noch lange kein Beweis dafür, dass sie tatsächlich von einer Behörde stammt.
Daher gilt: Wer eine solche Nachricht erhält, sollte den Aufforderungen darin keinesfalls folgen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, die E-Mail unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben.
Auch ELSTER warnt davor, Links in verdächtigen E-Mails anzuklicken oder unbekannte Anhänge zu öffnen. Wer überprüfen möchte, ob tatsächlich eine neue Mitteilung vorliegt, sollte sich selbst über die offizielle ELSTER-Seite in „Mein ELSTER” einloggen, statt einem Link aus einer unerwarteten Nachricht zu folgen.
Lese-Tipp: Steuererklärung mit nur einem Klick – so funktioniert der neue Service!
Was tun, wenn ihr bereits Daten eingegeben habt?
Habt ihr einen verdächtigen Link bereits geöffnet und auf einer zweifelhaften Internetseite persönliche Daten oder Zugangsinformationen eingegeben, solltet ihr schnell reagieren.
ELSTER empfiehlt Betroffenen, sich umgehend mit der Finanzverwaltung in Verbindung zu setzen. Wurden möglicherweise Zugangsdaten zum ELSTER-Konto preisgegeben, könne es zudem notwendig sein, das Benutzerkonto zu löschen, heißt es in der offiziellen ELSTER-Hilfe zu Datenschutz und Sicherheit.
So verlockend die Aussicht auf unverhoffte 263 Euro also sein mag: Bei einer angeblichen Steuererstattung per E-Mail solltet ihr misstrauisch werden.
Verwendete Quellen: Verbraucherzentrale, Elster


