TV-Polizist besucht Betroffene„Blaulichtreport”-Star für Love Scam missbraucht! Frauen verlieren bis zu 70.000 Euro
Im Fernsehen kämpft er gegen Verbrecher – jetzt missbrauchen Betrüger seinen Namen.
Fake-Profile von Chris Savaj gaukeln Frauen eine Liebesbeziehung vor und bringen sie um Tausende Euro. RTL begleitet den Schauspieler, als er einige der Frauen persönlich mit der Wahrheit konfrontiert. Doch ausgerechnet während eines dieser Treffen meldet sich der Betrüger wieder! Wie die Frauen reagieren und was dann passiert, seht ihr oben im Video.
Fake-Profile von Chris Savaj täuschen Liebe vor – und wollen im Gegenzug Geld
Als Polizist Stephan Sindera kennen ihn viele Zuschauer aus dem „Blaulichtreport“. Auch privat ist Chris Savaj ausgebildeter Polizist. Doch ausgerechnet seine Bekanntheit wird inzwischen für eine perfide Betrugsmasche ausgenutzt.
Im Netz tauchen immer wieder Fake-Profile auf, die sich als der TV-Darsteller ausgeben. „Viele Frauen glauben, dass sie eine Beziehung mit mir führen und ich sie um viel Geld betrüge“, erzählt Chris Savaj im RTL-Interview.
Die Masche beginnt häufig direkt unter Beiträgen des echten Chris Savaj. Fans kommentieren dort – und werden anschließend von einem vermeintlichen Zweitaccount des TV-Stars angeschrieben. Reagiert ein Fan, verlagert sich die Kommunikation auf private Messengerdienste wie WhatsApp oder Telegram.
Dort nehmen sich die Love Scammer Zeit. Wochen oder sogar Monate lang schreiben sie ihren Opfern, bedienen Sehnsüchte und Hoffnungen und fordern schließlich Geld – häufig in Form von Gutscheinkarten, die schwer zurückverfolgbar sind.

Love-Scam-Betrüger erhalten bis zu 70.000 Euro – Chris Savaj wiederum Morddrohungen
Chris Savaj kennt inzwischen erschreckende Summen: „Es sind so viele Frauen, die so viele Beträge senden”, erklärt Savaj. Die Fälle reichen von ein paar Tausend Euro bis hin zu Summen von 70.000 Euro; in einem Fall berichtet eine Familie, dass die Mutter ihre gesamte Rente verloren habe.
Und die Opfer landen schließlich wieder beim echten Chris: „Von betrogenen Frauen erhalte ich jeden Tag neue Nachrichten”, gesteht er. Die Frauen kommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dabei trifft der Betrug längst nicht mehr nur die Opfer.
Für Savaj persönlich bedeutet der Missbrauch seiner Identität nicht nur finanziellen Schaden bei den Opfern, sondern auch Bedrohung und Stigmatisierung: In Fanpaketen fand er immer wieder Ortungsgeräte. Er erhielt sogar Hass‑ und Morddrohungen: „Dann wirst du sehen, dass ich dich nur noch töte”, lauten die wütenden Worte einer betrogenen Frau, die Chris per Sprachnachricht erhalten hat.
RTL-Analysen offenbaren zahlreiche geschädigte Frauen – und ganze Netzwerke
Wie weit die Betrüger mit ihrer Masche kommen, zeigen die Geschichten der betroffenen Frauen. Die 35-jährige Anke glaubt mehr als ein Jahr lang, mit Chris Savaj zusammen zu sein. Persönliche Nachrichten, Liebesbekundungen, eine zugeschickte Kette und sogar KI-Bilder lassen die vermeintliche Beziehung für sie immer echter wirken. Am Ende verliert die alleinerziehende Mutter mehr als 6.000 Euro und macht sogar Schulden.
Besonders dreist: Während RTL mit Anke und dem echten Chris Savaj zusammensitzt, meldet sich der Betrüger erneut – und verlangt weitere 3.000 Euro. Wie Chris Savaj reagiert, seht ihr oben im Video.
Eine weitere Frau erzählt RTL, insgesamt 25.000 Euro aus einem Erbe überwiesen zu haben. Erst ein angeblicher Kontoauszug macht sie misstrauisch. Sie recherchiert, erkennt den Betrug und erstattet Anzeige.
Hugolna aus Ungarn wiederum, die nach dem Tod ihres Mannes besonders verletzlich war, verlor mehr als 4.000 Euro in Gutscheinen, bevor ihr ein abgesagtes Treffen die Lüge offenbarte.
Analysen des RTL-Verifizierungsteams deuten darauf hin, dass die Täter in Netzwerken arbeiten, die offenbar unter anderem in Nigeria operieren. Dort existieren laut Aussagen Marktstrukturen und Anleitungen, welche Prominenten sich besonders „lohnen“ und wie man Fake‑Profile professionell aufbaut. In einem aufgedeckten deutschen Verfahren führten solche Netzwerke Geld über in Deutschland eröffnete Konten, die teilweise von Studierenden betrieben wurden; allein 34 Opfer überwiesen damals fast 600.000 Euro.
Video-Tipp: Vorsicht, Abzocke! Die dreiste Mitleids-Masche mit KI-Mädchen „Klea“
Chris Savaj warnt Fans eindringlich vor seinen Fake-Profilen
Psychologin Prof. Wera Aretz erklärt, warum Opfer trotz immer neuer Forderungen weiterzahlen. Das Geld werde emotional nicht einfach als Ausgabe wahrgenommen. Vielmehr hätten die Betroffenen das Gefühl, in ihre gemeinsame Zukunft mit dem vermeintlichen Partner zu investieren.
Genau diese Gefühle nutzen Love Scammer aus. Sie schaffen über Monate Nähe, Vertrauen und Hoffnung – und verwandeln die vermeintliche Liebesgeschichte schließlich in einen finanziellen Albtraum.
Chris Savaj warnt deshalb immer wieder öffentlich vor falschen Profilen und macht seinen Fans klar: Sie sollen ausschließlich seinem offiziellen Account vertrauen.
Für Anke steht nach dem persönlichen Treffen fest: Sie will den falschen Chris blockieren. Auch die Polizei rät Opfern von Love Scamming dazu, den Kontakt abzubrechen und Beweise für eine mögliche Anzeige zu sichern.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche





