Spitzenkoch macht den CheckEs ist eine Eigenmarke! Diese Fertig-Hollandaise ist Nelson Müllers Favorit

„Wow, komplett anders!“
Auf deutschen Feldern beginnt gerade die für viele wichtigste Zeit des Jahres: Spargelzeit. Für die meisten gehört dazu ganz klar eins – eine ordentliche Portion Sauce Hollandaise. Doch welche taugt wirklich was?

Nelson Müller prüft Fertigsoßen

Spitzenkoch Nelson Müller nimmt vier bekannte Produkte unter die Lupe. Ohne zu wissen, welche Marke sich hinter A, B, C oder D verbirgt, bewertet er nach Optik, Zutaten und Geschmack.

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Schon beim ersten Eindruck fällt ihm auf: „Die sollte möglichst nah ans Original rankommen.“ Besonders Sauce B überzeugt ihn direkt. Sie wirkt luftig, cremig – fast wie frisch aufgeschlagen. Sein erster Gedanke: „Das ist irgendwas Hochwertiges.“ Die Überraschung folgt später.

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Während der Test läuft, wird auf den Feldern von Spargelbauer Christian Fuchs geerntet. Jede einzelne Stange wird per Hand gestochen. Und das täglich. „Wenn es warm ist, wächst Spargel fünf bis sechs Zentimeter am Tag“, erklärt er. Mit speziellen Folien steuert der Betrieb die Temperaturen im Boden – so wird die Ernte über Wochen gestreckt.

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Nach der Ernte geht es direkt in die Kühlung. Eiswasser bringt den Spargel auf unter vier Grad. Nur so bleibt er frisch und behält seine typische Farbe.

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Was steckt wirklich in der Hollandaise?

Zurück im Test wird es kritisch. Die Zutatenlisten sind lang – im Schnitt rund 15 Bestandteile. Für Nelson Müller eigentlich zu viel.
„Eine klassische Hollandaise braucht Butter, Ei, Senf und etwas Säure“, sagt er. In den Fertigprodukten steckt dagegen oft mehr: Verdickungsmittel, Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker. Ein Detail sticht heraus. Nur eine Sauce enthält echte Butter. Und genau das ist wieder Produkt B.

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Am Ende zählt der Geschmack. Und hier wird es deutlich. „Wow, komplett anders!“, sagt Müller nach dem Probieren von Sauce B. Deutliche Senfnoten, angenehme Säure, gute Konsistenz. Für ihn klar: „Für ein Fertigprodukt echt gut gemacht.“ Auch Sauce C kann mithalten, doch der Testsieger steht fest.

Die günstigste Sauce gewinnt

Die Auflösung sorgt für Staunen. Gewinner ist die Eigenmarke „Ja!“ von REWE – und damit das günstigste Produkt im Test.
„Das hätte ich nicht gedacht“, gibt Müller zu. Gerade einmal rund 1,14 Euro kostet die Sauce umgerechnet. Sein Fazit ist eindeutig.

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Gleichzeitig zeigt sein eigener Kochversuch: Für diesen Preis lässt sich kaum eine frische Hollandaise zubereiten – vor allem wegen der teuren Butter. Und so bleibt am Ende eine Erkenntnis: Manchmal liegt der Sieger eben ganz unten im Regal. (ajo)

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche