Von Discounter bis WochenmarktDer große Erdbeer-Test – wo gibt’s die süßesten Früchtchen?

Außen glänzend rot, innen geschmacklos?
So ein enttäuschendes Erdbeer-Erlebnis hatten wir alle mal. Aber woran können wir gute Früchte schon vor dem Reinbeißen erkennen? Und wo gibt es die leckersten zu kaufen: Im Discounter, im Supermarkt, auf dem Wochenmarkt oder auf dem Feld zum Selbstpflücken? Wir haben den Vergleich gemacht – das überraschende Ergebnis gibt’s im Video!

Warum ist der Preisunterschied bei Erdbeeren so hoch?

Die Preisunterschiede sind gewaltig: Im RTL-Test kosten 500 Gramm Erdbeeren beim Discounter 2,39 Euro, im Supermarkt 3,75 Euro, auf dem Wochenmarkt sogar 5,50 Euro. Beim Selbstpflücken liegt der Preis zwar ebenfalls bei 3,75 Euro – allerdings kommt hier noch der Eintritt dazu.

Erdbeerzüchter Peter Meinhardt erklärt: Große Ketten kaufen ganz andere Mengen ein als ein kleiner Händler. Außerdem landen dort oft Sorten im Regal, die besser für lange Lieferketten geeignet sind. Erdbeeren vom Feld oder vom Wochenmarkt dürfen dagegen häufig länger an der Pflanze reifen.

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Woran erkenne ich gute Erdbeeren?

Eine gute Erdbeere sollte gleichmäßig rot sein. Gelbe oder helle Spitzen sind laut Meinhardt oft ein Hinweis darauf, dass die Frucht noch nicht vollständig durchgereift ist. Dadurch ist sie zwar robuster für den Transport, konnte aber ihr Aroma noch nicht vollständig entwickeln.

Je intensiver der Geruch, desto reifer die Erdbeere. Riecht sie allerdings leicht alkoholisch, lieber Finger weg! Dann ist sie wahrscheinlich schon überreif.

Auch die Sorte macht einen Unterschied, erklärt Meinhardt. Die Sorte „Elsanta“ gilt als eher mild und fest. „Clery“ ist süßer und aromatischer, dafür aber empfindlicher. Das erklärt, warum manche Erdbeeren zwar hübsch aussehen, im Mund aber wässrig wirken.

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So lagert ihr Erdbeeren richtig

Kaum gekauft, schon matschig? Druckstellen und Feuchtigkeit sind für Erdbeeren besonders ungünstig, denn beides beschleunigt den Verderb. Der Experten-Tipp: Erdbeeren zu Hause am besten auf Küchenpapier ausbreiten und in den Kühlschrank legen. Das Papier nimmt überschüssige Feuchtigkeit auf. Wichtig ist außerdem: Nicht vorher waschen und die grünen Kelchblätter nicht entfernen. So bleiben die Früchte länger frisch.

Der beste Platz im Kühlschrank ist laut Meinhardt die Glasplatte über dem Gemüsefach. Dort herrscht meist die passende Kühlzone – optimal sind etwa zwei bis vier Grad. (rka)