Entdeckung sorgt für ErstaunenWinziger Frosch singt für die Liebe!

Er kann singen und ist nachtaktiv: In Costa Rica entdecken Forscher eine neue Froschart. Sie lebt auf Kaffeeplantagen, ernährt sich aber nicht von den Pflanzen. Mit maximal vier Zentimetern Größe ist der Baumfrosch winzig.
In Costa Rica haben Forscher eine neue, nachtaktive Froschart entdeckt, die in Kaffeeplantagen lebt. „Es handelt sich um eine für die Wissenschaft neue Baumfroschart, die in Costa Rica endemisch ist“, sagte der Forscher Wagner Chaves-Acuña. Der grün und braun gefleckte Frosch wird nicht größer als vier Zentimeter und wurde in San Lorenzo de Tarrazú, einem Bergdorf der Provinz San José, entdeckt.
„Nachts, wenn sie am aktivsten sind, kann man sie singen hören, während sie auf Kaffeesträuchern sitzen“, sagte Chaves-Acuña, der gemeinsam mit Experten der Universität von Costa Rica und dem Nationalen Forschungsrat Argentiniens den Frosch erforschte.

Die als „Kaffeefrosch“ bezeichnete neue Art sucht in den Kaffeeplantagen Schatten, Feuchtigkeit und Nahrung. Sie ernährt sich allerdings nicht von Kaffeekirschen, sondern frisst dort vorkommende kleine Insekten. Die Männchen haben eine durchscheinende Kehle, die sich bei ihren kurzen, schrillen Rufen aufbläht.
Der winzige Frosch wurde bereits in den 1960er-Jahren erstmals beobachtet, jedoch fälschlicherweise einer anderen Art zugeordnet. Das teilte die Nationale Allianz für den Schutz von Amphibien und Reptilien in Costa Rica (ANCAR) mit.
Chaves-Acuña warnt davor, dass der Einsatz von Pestiziden auf Kaffeepflanzen möglicherweise eine Gefahr für die kleinen Amphibien darstellen könnte. „Diese Gifte verbreiten sich über die Luft, sickern in den Boden und gelangen so in die Gewässer, in denen sich die Kaulquappen entwickeln“, sagte der Forscher. Die ANCAR warnt zudem vor weiteren Bedrohungen für den Frosch: Müllentsorgung in der Natur, zunehmender Tourismus und der Verlust von Vegetation könnten ihm in die Quere kommen.
Die Hoffnung der Allianz: Die Entdeckung der Art ist nicht nur wertvoll für die Wissenschaft, sondern könne auch das Bewusstsein für den Natur-Reichtum der Region schärfen und so dafür sorgen, dass Nachhaltigkeit und Schutz mehr Wert bekommen.
Verwendete Quellen: ara/AFP


