Öl, Cremes und Schweiß entfernen

Yogamatte reinigen: Welche Unterlage braucht welche Pflege?

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8. Oktober 2019 - 7:05 Uhr

So bekommen Sie Ihre Yogamatte richtig sauber

Eine gute Yogamatte ist ein zuverlässiger Begleiter. Sie sorgt für Stand- und Rutschfestigkeit und hilft, Asanas sicher und sauber auszuführen. Doch mit der Zeit verschmutzen Hautschüppchen, Öl, Cremes und Schweiß die Oberfläche. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Yogamatte reinigen und pflegen müssen, damit Sie Ihnen besonders lange erhalten bleibt.

Wie oft ist die Matten-Reinigung überhaupt nötig?

Wie häufig eine Matte gesäubert werden sollte, hängt vom Material, vom Yoga-Stil und der Intensität der Nutzung ab. Optimal wäre, sie nach jeder Yoga-Einheit schnell zu reinigen und zusätzlich ein bis zwei Mal im Monat gründlich. Vor jeder Yogaeinheit sollten Sie sich auf jeden Fall Hände und Füße waschen - so tragen sie den Schmutz des Bodens nicht auf die Matte.

Beschaffenheit und Material der Yogamatte bei der Pflege berücksichtigen

Es ist nicht nur wichtig, die Art des Materials zu kennen, um zu wissen wie sie gepflegt werden sollte. Wichtig ist auch, ob sie eine offene oder eine geschlossene Zellstruktur hat. Die meisten Matten bestehen aus drei Schichten:

  • Die Unterseite hat normalerweise eine offene, schwammartige Zellstruktur. Sie sollte deshalb vorsichtig gereinigt werden.
  • Die Zwischenschicht besteht häufig aus einem Gewebe, das dafür sorgt, dass die Yogamatte sich während der Übungen nicht ausdehnt. Durch das Gewebe behält die Matte ihre Form.
  • Die Oberseite bestimmt im Großen und Ganzen die Griffigkeit einer Matte - sie kann aus einer offenen oder geschlossenen Zellstruktur bestehen. Bei manchen Matten sind die Ober- und Unterseite aus unterschiedlichen Materialien hergestellt.

Die richtige Reinigung für Ihre Yogamatte

Yogamatten gibt es in vielen Farben
Yogamatten gibt es in vielen Farben und aus unterschiedlichen Materialien
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Yogamatte aus Kautschuk oder Kork 
Eine intensive Reinigung ist bei einer Yogamatte aus Kautschuk und/oder Kork* gar nicht sinnvoll, denn sie würde das Naturmaterial nur poröser machen. Am besten ist es, die Yogamatte regelmäßig mit einem feuchten Tuch abzuwischen oder ein spezielles Reinigungsmittel für Yogamatten* zu benutzen. Sollte die Matte eine intensivere Reinigung nötig haben, kann sie unter der Dusche abgespült werden. Dabei bitte auf Seife, Öl und Salz verzichten, sonst wird die Matte zu rutschig.

Yogamatte aus PVC oder TPE
Für eine schnelle Reinigung reicht warmes Wasser und ein Reinigungsspray oder Reinigungstücher. Besser keinen Essig-Reiniger verwenden, denn dieser kann Flecken auf der PVC-Yogamatte* verursachen. Nachdem die Matte gereinigt wurde, am besten nochmal mit warmem Wasser abspülen, damit die Seifenreste entfernt werden. Für eine intensivere Reinigung ist es ratsam, das Reinigungsmittel zehn bis 15 Minuten einziehen zu lassen. Danach die Matte mit warmem Wasser und einem Schwamm, einer Bürste oder einem Tuch abwischen und ausreichend Zeit zum Trocken lassen.

Yogamatte aus Baumwolle
Diese Matte wird am besten mit der Hand bei einer maximalen Wassertemperatur von 30 Grad gereinigt. Möglich ist das auch in der Waschmaschine. Hier gilt: Ganz wenig mildes Waschpulver verwenden, nicht schleudern und nicht in den Trockner geben. Anschließend die Baumwoll-Yogamatte* in einem trockenen Raum oder auf einer Wäscheleine hängen lassen, bis sie trocken ist.

Für alle Arten von Matten gilt: Nicht in der Sonne trocknen lassen!

Desinfektionsspray selbst herstellen

Probieren Sie auf jeden Fall auch dieses selbst gemachte Desinfektionsmittel aus. Für das DIY-Mittel brauchen Sie lediglich eine Sprühflasche* und folgende Zutaten:

  • 1 EL Alkohol (hochprozentig)
  • 2 EL Wasser (abgekocht und erkaltet)
  • 2 Tropfen Teebaumöl*
  • 3 Tropfen eines anderen ätherischen Öls* (mit antimikrobiellen Eigenschaften)
  • 1 TL Aloe Vera* zur Hautpflege

Das Desinfektionsspray ist für alle geschäumten oder Kautschukmatten geeignet. Bitte nicht auf Schurwollmatten anwenden!

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