von Sebastian Priggemeier

Fitness-Yoga im Selbstversuch: Ups, das brennt aber!

© iStockphoto, -Sasa-Delic-SD

8. Oktober 2019 - 15:35 Uhr

Weniger Stress und kräftigere Muskeln dank Fitness-Yoga

Eigentlich bin ich eher der Krafttrainings-Typ. Hanteln heben, Eisen biegen im Fitnessstudio, Muskeln aufbauen - genau mein Ding. Trotzdem hatte ich schon immer ein diffuses Interesse an Yoga. Es schadet schließlich nicht, etwas beweglicher zu werden. Und Yoga soll ja den Stresspegel senken. Kann ich als Papa gut gebrauchen. Passenderweise ist jetzt das Buch "Fitness Yoga"* von Sarah Stork erschienen - mit Workouts, die auf einem Mix aus Kraftübungen und Yoga basieren. Klingt gut. Also, ab auf die Matte!

Cooler Mix aus funktionellem Krafttraining und Yoga-Positionen

Acht Fitness-Yoga-Workouts hat Sarah Stork für ihr Buch zusammengestellt - das Versprechen an alle, die die 15 bis 20 Minuten kurzen Express-Einheiten regelmäßig durchziehen: Fett verbrennen, Kraft steigern und Energie gewinnen. Ich entscheide mich für "Define your Back and Arms", bei dem die Rücken- und Armmuskeln im Fokus stehen (Ablauf und Übungen in der Bildergalerie mit Fotos von Nils Schwarz). Perfekt für unbewegliche Schreibtischtäter wie mich, die im Büro zu viel sitzen und damit Rückenprobleme riskieren.

"Weder Spiritualität noch Beweglichkeit oder artistisches Talent sind Voraussetzung, um Fitness-Yoga machen zu können", heißt es im Buch. Prima, passt für mich. Gefordert wird vor allem die skelettnahe Muskulatur, so dass der Körper von innen gestärkt wird. Äußerlich sichtbare Ergebnisse soll es aber trotzdem schnell geben, schreibt Sarah Stork.

Sarah Stork? Der Name könnte RTL-Zuschauern bekannt vorkommen, denn sie ist auch als Schauspielerin aktiv, war lange Darstellerin bei der Soap "Unter uns". Außerdem berichtet sie bei Instagram regelmäßig über ihre Yoga-Aktivitäten.

Viel Yoga-Ausrüstung brauche ich nicht

Buch aufschlagen, Yoga-Matte ausrollen und es kann losgehen. Ich trage eine kurze Sporthose und ein T-Shirt, eine teure Yoga-Ausrüstung ist nicht nötig. Nur etwas Disziplin. Und Ruhe - zumindest 15 Minuten bleibt mein Smartphone deshalb im Flugmodus. Das Yoga-Workout soll nämlich auch eine Pause vom Alltag sein. Aktives Durchatmen.

Ich lasse ein paar Mal die Schultern kreisen, um mich warm zu machen und lege dann los: Schulterplanke. Eine Übung, die ich im Prinzip aus dem Fitnessstudio kenne - allerdings mit einer leichten Abweichung, die richtig bretzelt: Während der Plank-Anspannung den Brustkorb nach oben drücken. Meine Bauchmuskulatur muss ordentlich arbeiten. Hart, aber so wollte ich es ja. Zehn Wiederholungen sind fällig.

Auch die nächste Übung (Trizepskicks) kommt mir aus dem Gym bekannt vor - aber wieder erwartet mich eine kleine Überraschung. Bäuchlings hinlegen, den Oberkörper anheben und die angewinkelten Arme nach hinten strecken. Dieser Mix aus Rücken- und Armtraining ist spannend, im wahrsten Sinne des Wortes. Und zwar so spannend, dass selbst mir als Trainiertem das Atmen schwer fällt, obwohl die kontrollierte Ein- und Ausatmung ein zentraler Bestandteil dieser Yoga-Form ist. Puuuh. Gut, dass zu jeder Übung eine leichtere Variante angeboten wird.

Ommm - ab in den Unterarmliegestütz!

Insgesamt zehn Übungen stehen auf dem Back-and-Arms-Programm. Davon sind aus meiner Sicht nur zwei Übungen Yoga-typisch - Adlerarme und Schulterblattrotation. Der Rest stammt aus dem funktionellen Training, einer Variante des Krafttrainings, bei der mit einer Übung mehrere Muskelgruppen zugleich belastet werden. Was ja gut ist, weil effektiv und damit zeitsparend. Die Schulterblattrotation ist auch Teil vieler Dehn-Programme beim Cooldown nach dem Krafttraining.

Ommm. Ab in den Unterarmliegestütz! Zehn Mal auf und nieder, dabei fühle ich mich wohl. Gefordert, aber nicht überfordert. Als meine Lieblingsübung entpuppen sich die "Laufenden Hände", bei der ich wie ein Bär auf allen Vieren hocke und jeweils eine Tatze, äh Hand vom Boden abhebe. Die komplette Rumpfmuskulatur schufftet mörderisch, damit ich nicht umkippe.

Mein Fitness-Yoga-Fazit

Der Mix aus funktionellen Kraftübungen und Yoga-Positionen macht wirklich Spaß. Und er ist absolut sinnvoll - eine ideale Ergänzung zu meinem restlichen Sportprogramm, das aus Krafttraining und Laufen besteht. Verkürzte Muskeln und Verspannungen durch einseitige Belastung sind dank der vielen Stretching-Elemente kein Thema mehr (das HIIT-Yoga-Programm "athelticflow"* ist übrigens auch eine Alternative). Ich werde ein bis zwei Mal pro Woche ein Fitness-Yoga-Workout durchziehen. Ganz in Ruhe. Dann klappt es hoffentlich irgendwann auch mit dem Durchatmen - beim Training und im Alltag.

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