Auf dem Parkplatz des Impfzentrums

Würzburg: 82-Jähriger stirbt kurz nach Corona-Impfung

Impfzentrum von Stadt und Landkreis Würzburg
Impfzentrum von Stadt und Landkreis Würzburg
© dpa, Karl-Josef Hildenbrand, kjh kde

15. März 2021 - 8:36 Uhr

Mann war schwerst vorerkrankt

Nach seiner ersten Corona-Impfung ist ein 82-jähriger Mann noch auf dem Gelände des Impfzentrums in Würzburg gestorben. Wie das Landratsamt Würzburg mitteilte, litt der Mann an schwersten Vorerkrankungen. Im Beratungsgespräch hatte er demnach den dringenden Impf-Wunsch geäußert, um seine Enkel wieder sehen zu können. Die Impfung ist den Angaben zufolge mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer durchgeführt worden. Die genauen Todesumstände sind noch unklar.

"Der Kontakt zu seinen Enkeln fehlte ihm sehr"

Der Ärztliche Leiter des Impfzentrums Dr. Christoph Zander erklärte, dass der Mann sich impfen lassen wollte, "um wieder mehr Normalität im Alltag leben zu können. Insbesondere der Kontakt zu seinen Enkeln fehlte ihm sehr". Die Impfung selbst sei ohne Zwischenfälle verlaufen. Auch in der nachfolgenden Überwachung sei der Mann sich unauffällig geblieben.

Würzburg: Beim Verlassen des Impfzentrums ging es ihm schlechter

Nach seinem Impftermin sei der 82-Jährige zum Auto zurückgegangen und habe dort darüber geklagt, dass es ihm nun schlechter ginge, so der Ärztliche Leiter. Eine hinzugerufene Notfallärztin des Impfzentrums fand ihn demnach leblos vor und brachte ihn gemeinsam mit seinen Angehörigen in den Notfallraum. Doch der Mann war nach offiziellen Angaben bereits tot.

"Aufgrund seiner Patientenverfügung, die Reanimationsmaßnahmen ausschließt, entschieden sich die Angehörigen gegen wiederbelebende Maßnahmen", erklärte Zander weiter. Nach dem Tod des 82-Jährigen wurde die Polizei informiert. Auch die Staatsanwaltschaft ist eingeschaltet.

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