Wovor haben Hunde am meisten Angst?

Dieser Golden Retriever vor fast allem

07. Juni 2021 - 11:12 Uhr

Vier Ur-Ängste bei Hunden

Eine finnische Studie fand kürzlich heraus, dass es vier Ur-Ängste bei allen Hunden gibt. Wie ausgeprägt diese Ängste sind und ob/wie sie sich zeigen, hängt von der Erziehung und der Persönlichkeit des Hundes ab. Die Forscher haben 13.700 Hunde untersucht. Sie kamen insgesamt auf quasi vier Ur-Ängste von Hunden, die bei fast allen vertreten waren. Im Video sehen Sie ein besonders süßes Exemplar, das vor eher untypischen und vor allem alltäglichen Dingen Angst hat.

Die vier Grundängste und ihre Auslöser

Nach der Studie mit über 13.000 finnischen Hunden seien diese vier Ängste typisch bei Hunden:

  • Angst vor Feuerwerk
  • Angst vor Donner
  • Angst vor neuen Situationen
  • Angst vor Oberflächen und Höhen

Die Forscher halten diese Aspekte nach ihrer ausführlichen Recherche für mögliche Ursachen des Angstverhaltens von Hunden.

RTL.de empfiehlt

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  • zu wenig Sozialisation als Welpen
  • Keine Kastration oder Sterilisation vorhanden
  • einziger Hund im Haushalt
  • unerfahrene Herrchen
  • Leben in Städten und weniger "Ausgang"


Diese Studie sei lediglich eine mögliche Erklärung für die Angst unserer tierischen Freunde, da die Tiere leider nicht selbst für sich sprechen können. Wenn man diese Ur-Ängste vermeidet, ist man jedenfalls so oder so auf der sicheren Seite und erspart seinem Hund schon jede Menge Stress.

Experten raten zu folgenden Maßnahmen

Stress und Angst sind nicht dasselbe, jedoch eng miteinander verwoben. Setzt man den Hund Stress aus, wird er dadurch mehr Sachen gegenüber Ängste entwickeln und diese für gefährlich halten. Darum ist es wichtig, dem Hund genug Möglichkeiten zu geben, den erlebten Stress abzubauen und zu verarbeiten. Experten raten zu folgenden Maßnahmen:

  • Lassen Sie viel Bewegung zu. So werden ausgeschüttete Stresshormone im Nu wieder abgebaut.
  • Lassen Sie den Hund Hund sein. Der Hund ist der beste Freund des Menschen – aber eben auch ein Tier. Und so sollte er sich manchmal auch verhalten dürfen und einfach ein bisschen schnüffeln und rumtollen dürfen.
  • Gönnen Sie ihm auch Ruhephasen. Auch wie wir Menschen werden unsere quirligen Freunde manchmal müde.
  • Achten Sie auf das richtige Maß an Aufmerksamkeit. Manche Tiere lieben es den ganzen Tag gekuschelt zu werden, für manche ist es aber auch nach 15 Minuten genug. Passen Sie dieses Verhalten an Ihren Hund an.

Wie auch wir Menschen sind unsere Tiere verschieden. Und diese Tipps gelten nicht für jeden einzelnen. Aber was sowieso für alle Hund-Mensch-Beziehungen gilt: So wie der Hund auf sein Herrchen Acht gibt, passt Herrchen auf seinen Hund auf und ermöglicht ihm so das bestmögliche Zuhause. (gas)

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