Mehr als 400 getötete Kinder in der Ukraine

Ukraine-Krieg: Wolfram Kons befürchtet psychische Langzeit-Folgen

Wolfram Kons befürchtet: Zahlen sind und werden höher Mehr als 400 getötete Kinder in der Ukraine
04:58 min
Mehr als 400 getötete Kinder in der Ukraine
Wolfram Kons befürchtet: Zahlen sind und werden höher

von Amany Salama und Vivian Bahlmann

750 verletzte und mehr als 400 getötete Kinder — so lautet knapp zehn Monate nach Kriegsbeginn die Bilanz der UNHCR. Wolfram Kons, Vorstand der Stiftung RTL - Wir helfen Kindern, befürchtet, dass „diese Zahlen leider, leider noch viel höher sind und werden“. Doch die Kinder seien nicht nur physisch verletzt: „Es sind noch viel mehr, die innerlich verletzt sind.“ Die aus der psychischen Belastung resultierenden Traumata könnten die Kinder ein Leben lang begleiten. Das mache Kons nicht nur „wahnsinnig traurig, sondern auch richtig wütend“, wie er im Interview mit RTL-Reporterin Vivian Bahlmann erzählt.

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Seitdem Russland die Ukraine im Februar angegriffen hat, stehen der „Stiftung RTL - Wir helfen Kindern“ mehrere Partnerorganisationen zur Seite. Mit dem Deutsch-Ukrainischen Verein „Blau-Gelbes Kreuz“ werden derzeit wegen der zerstörten Stromversorgung in der Ukraine vor allem Generatoren in das Kriegsland geschickt. Kindergärten, Kinderhäuser und Hospizen sollen damit versorgt werden.

Weitere Partnerorganisationen sind das Deutsche Medikamenten-Hilfswerk „action medeor“ und der Verein „Luftfahrt ohne Grenzen / Wings of Help“. Gemeinsam mit „action medeor“ würden große Mengen an Medikamenten vorgehalten. „Da ist entscheidend, dass der Strom an Medikamenten nicht abreißen darf“, so Kons. Mit „Wings of Help“ wiederum würden Winterkonvois losgeschickt, um die Menschen mit Dingen des alltäglichen Bedarfs zu versorgen.

Wenn Wolfram Kons an die vergangenen Monate denkt, erinnert er sich vor allem an einen Satz vom Ex-Boxer Wladimir Klitschko: „Wolfram, vergesst uns nicht.“ Aber auch nach 300 Tagen Krieg sei das für Kons keine Option: „Es wird jeden Tag gebombt, jeden Tag gestorben, und wir müssen jeden Tag helfen.“ Vergessen soll dabei niemand werden.

Wenn auch Sie helfen wollen, unterstützen Sie mit Ihrer Spende gerne die Stiftung RTL - Wir helfen Kindern.

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