"Besser, wenn sie es nicht getan hätten"

Belgien-Star schießt gegen DFB-Team und Mund-zu-Geste

DOHA, QATAR - NOVEMBER 23: Eden Hazard of Belgium seen  during the FIFA World Cup Qatar 2022 Group F match between Belgium and Canada at Ahmad Bin Ali Stadium on November 23, 2022 in Doha, Qatar. (Photo by Matthias Hangst/Getty Images)
Eden Hazard
XX / ma, Getty Images, Bongarts

Das deutsche Team verzichtet auf die „One Love“-Binde zeigt der Fifa aber dafür die „Mund-zu-Geste“. Ein Zeichen gegen das Binden-Verbot und Zensur. International wird die Mannschaft dafür gefeiert. Bei einem WM-Teilnehmer kam die Aktion allerdings nicht gut an.

Hazard kritisiert deutsche Aktion

Belgiens Mittelfeld-Star Eden Hazard hat die deutsche Fußball-Nationalelf für die vieldiskutierte Geste vor dem Anpfiff gegen Japan kritisiert. Beim Sender TV2 zeigte er kein Verständnis. „Es wäre besser gewesen, wenn sie es nicht getan und ihr Spiel gewonnen hätten.“

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Der Mittelfeldmann holte weiter aus und verschanzte sich hinter der Haltung, dass Fußballer sich auf Fußball konzentrieren sollten. „Wir sind hier, um Fußball zu spielen, ich bin nicht hier, um eine politische Botschaft zu verbreiten. Dafür sind andere Leute besser geeignet. Wir wollen uns auf den Fußball konzentrieren“, sagte der 31-Jährige.

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Zu viel Nebengeräusche?

In eine ähnliche Richtung geht die Argumentation von Lothar Matthäus. Im RTL-Interview hatte DFB-Rekordspieler die Sorge geäußert, dass das deutsche Team von den vielen Nebengeräuschen abgelenkt werden könnte. „Zeichen setzen ja, aber Spieler sind da, um Fußball zu spielen. Das ist ihre Hauptaufgabe. Die Mannschaft habe viel darüber diskutiert, wie man Messages senden könne.

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Ursprünglich war auch der belgische Verband an der „One Love“-Binden-Aktion beteiligt. Nach den Drohungen der Fifa zogen die europäischen Verbände um Belgien und Deutschland zurück. Hazard erklärte es so: „Ich hatte keine Lust, das Spiel mit einer Gelben Karte zu beginnen, das wäre für den weiteren Verlauf des Turniers ärgerlich gewesen.“ (msc)