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Wieso schon wenig Licht beim Schlafen schädlich ist

Licht aus im Schlafzimmer!

Wieso schon wenig Licht beim Schlafen schädlich ist

Frau, die bei Licht schläft.
Kleinste Lichtquellen während des Schlafs schaden der Herz-Kreislauf-Funktion und erhöhen das Diabetesrisiko.
Aja Koska, iStockphoto

Der Fernseher flimmert, die Straßenlaterne scheint ins Fenster oder ein Nachtlicht ist permanent an? Das ist schlecht, denn: Schon kleinste Lichtquellen im Schlafzimmer schaden der Herz-Kreislauf-Funktion und können Herzkrankheiten und Diabetes fördern. Der Grund: Vor allem weißes und blaues Licht versetzt den Körper in erhöhte Alarmbereitschaft.

Erhöhte Herzfrequenz durch Lichteinwirkung im Schlaf

Besonders blaues oder weißes Licht bewirkt, dass der Körper in den Alarmzustand gerät. Das heißt, dass das Herz mit einer stärkeren Kraft Blut in die Gefäße pumpt, um sie mit Sauerstoff anzureichern. Ein Risikofaktor, der Herzkrankheiten und Diabetes begünstigen kann. Das haben jetzt Forschende der Northwestern University in Chicago (USA) herausgefunden und in der Fachzeitschrift „PNAS“ veröffentlicht. Sie untersuchten in einer Studie mit 20 Erwachsenen die Auswirkungen vom mäßigem und schwachem Licht während des Schlafs.

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Licht, um nachts Stürzen vorzubeugen

Idealerweise ist es in Zukunft also komplett dunkel in Ihrem Schlafzimmer. Gewährleisten können das Verdunkelungsrollos, aber auch Schlafmasken eigenen sich gut. Aber: Gerade ältere Menschen lassen aus Sicherheitsgründen gerne mal ein Licht brennen. Das ist an sich auch kein Problem, wichtig ist nur, dass ein eher warmes, rot-orangefarbenes Licht zum Einsatz kommt. Das Gehirn reagiert nämlich weniger darauf. Außerdem sollte sich die Lichtquelle in Bodennähe befinden. Ein Steckdosenlicht zum Beispiel ist daher ideal. (vwi)