Vorfall in Pflegeheim in Weyhe

Seniorin aus Weyhe stirbt nach Corona-Impfung: Kein Zusammenhang!

Coronavirus-Impfung
© dpa, Fabrizio Bensch, mma cul

18. Januar 2021 - 8:36 Uhr

Staatsanwaltschaft: Impfung nicht für den Tod der Seniorin verantwortlich

Der Tod einer 90-jährigen Frau in einem Seniorenheim in Weyhe (Landkreis Diepholz) hat laut Staatsanwaltschaft Verden nichts mit einer vorherigen Corona-Impfung zu tun. Die Rechtsmedizin habe keinen Zusammenhang festgestellt, teilte der Landkreis am Samstag mit. Eine abschließende Bewertung durch das Paul-Ehrlich-Institut bleibe aber abzuwarten.

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90-Jährige galt vor der Coronavirus-Impfung als fit

Die 90-jährige Seniorin war am Mittwoch in ihrem Pflegeheim gegen das Coronavirus geimpft worden. Sie galt als allgemein fit und habe kurz nach der Impfung mit ihren Angehörigen telefoniert, sagte der Diepholzer Landrat Cord Bockhop laut NDR. Sie sei eine halbe Stunde nach der Impfung betreut worden, kurz danach verstarb sie trotz Wiederbelebungsmaßnahmen.

Insgesamt werden mehrere Fälle überprüft

Das für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel zuständige Bundesinstitut im hessischen Langen hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass es bislang zehn Todesfälle kurz nach einer Corona-Impfung prüfe. Ein Zusammenhang gilt den Experten zufolge aber als eher unwahrscheinlich. Als einen der zehn Fälle zählt das Institut den Tod der 90-Jährigen, die nach Angaben des Landkreises am Mittwoch kurz nach der Impfung unerwartet gestorben war.

Die vorübergehenden Nebenwirkungen des Corona-Impfstoffs erklären wir in diesem Artikel.

Senioren hatten verschiedene Grunderkrankungen

"Aufgrund der Daten, die wir haben, gehen wir davon aus, dass die Patienten an ihrer Grunderkrankung gestorben sind - in zeitlich zufälligem Zusammenhang mit der Impfung", sagte Brigitte Keller-Stanislawski, die zuständige Abteilungsleiterin für die Sicherheit von Arzneimitteln und Medizinprodukten. Über Einzelfälle könne sie aus Gründen des Personenschutzes nichts sagen, "aber es handelt sich um sehr schwer kranke Patienten mit vielen Grunderkrankungen". Manche seien palliativ behandelt worden. Bislang haben in Deutschland mehr als eine Million Menschen eine erste Impfdosis erhalten.

Paul-Ehrlich-Institut will wöchentlich über Nebenwirkungen informieren

Das Paul-Ehrlich-Institut will künftig wöchentlich über die gemeldeten Nebenwirkungen nach einer Corona-Impfung informieren. Die bei weitem häufigsten, über die bisher berichtet wurde, waren Kopfschmerzen, Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit und Gliederschmerzen.

Im Video: Corona-positiv nach Impfung? Experte erklärt's

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