Mit 30 Euro im Monat kleines Vermögen aufbauen

Das Geld wächst mit: Richtig sparen für die Kinder

Weg mit dem Sparschwein: Mit ETFs, Sparplänen und Co. können Sie langfristig für Ihre Kinder richtig viel Geld sparen.
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09. Dezember 2020 - 13:16 Uhr

Weg mit dem Sparstrumpf!

Alle Jahre wieder stehen Eltern und Großeltern vor der ewig selben Frage: Was schenken wir den Kindern zu Weihnachten? Wer keinen besseren Einfall hat, schenkt was Bares für den Sparstrumpf oder das Sparbuch. Eigentlich keine doofe Idee. Doch in Zeiten von Niedrigzinsen verliert das Geld im Laufe der Jahre an Wert. Wir haben fünf goldene Tipps, wie Sie sinnvoll Geld für Ihre Kinder sparen und worauf Sie dabei unbedingt achten sollten.

Tipp 1: ETFs statt Sparschwein

Zugegeben, ein Sparschwein oder eine schicke Spardose machen mehr her als ein "Exchange Traded Fund". Dabei haben ETFs, also passiv gehandelte Investmentfonds, einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Sparschwein: Wer regelmäßig in ETFs investiert, der kann sein Geld vermehren. Eltern, die langfristig Geld für Ihre Sprösslinge bei Seite legen wollen, sollten also einen ETF-Sparplan einrichten, bei dem jeden Monat eine Sparrate in den Fonds einbezahlt wird. Dazu können Sie bei verschiedenen Anbietern einfach ein Aktiendepot eröffnen und direkt mit dem Wertpapier-Sparplan loslegen. Große Summen sind dafür nicht notwendig:

Wer beispielsweise 18 Jahre lang monatlich 30 Euro in einen breit gestreuten Fonds wie den "MSCI World Index" investiert, erhält bei einer konservativen Rendite von sechs Prozent pro Jahr einen Endbetrag von 11.500 Euro. Das ergibt eine Wertsteigerung von gut 5.000 Euro. Bedeutet: Ihre Einzahlungssumme beläuft sich auf 6.480 Euro, durch gute Rendite gewinnen Sie über 5.000 Euro zusätzlich hinzu.

Tipp 2: Je früher desto besser

Was Hänschen nicht spart, spart Hans nimmermehr: Beim Wertpapier-Sparen, ist das langfristige Anlegen Trumpf. Je früher Sie zum Beispiel einen ETF- Sparplan für Ihre Kinder anlegen, desto länger fließt Geld in die Fonds und desto größer ist am Ende die Wertsteigerung. Experten empfehlen deshalb schon mit der Geburt ein Aktiendepot zu eröffnen und eine monatliche Sparrate für den Sparplan festzulegen.

Tipp 3: Geduldig sein

Als Im Frühjahr der landesweite Shut-Down verkündet wurde, rauschten auch die Börsen in den Keller. Denn Anleger verkauften Aktien und brachten ihre Schäfchen ins Trockene, damit sie möglichst wenig Geld verlieren. Eine verständliche Reaktion, doch wer langfristige Renditen haben will, der sollte auch in schwierigen Zeiten nicht nervös werden und direkt alle Fonds-Anteile oder Aktien verkaufen. Denn in der Vergangenheit hat es immer wieder Krisen gegeben, bei denen die Kurse in den Keller gingen. Doch die Erfahrung zeigt, dass sich Börsenkurse ebenso schnell wieder erholen und sich auf längere Sicht wieder nach oben bewegen. Sie sollten also nicht direkt bei jedem kleinen "Down" ans Verkaufen denken, sondern immer die langfristigen Ziele im Blick behalten.

Tipp 4: Tagesgeldkonto oder Sparbuch sinnvoll einsetzen

Natürlich sollten Sie nicht jeden einzelnen Cent, den Sie für Ihre Kinder zurücklegen wollen, in Aktien, ETFS oder andere Wertpapiere anlegen. Gerade für kurz- und mittelfristige Ausgaben sollten Sie ein Sparbuch oder ein Tagesgeldkonto einrichten. So können Sie und Ihre Kinder jederzeit über kleinere und mittelgroße Geldsummen verfügen. Tagesgeldkonten und Sparbücher können Sie zum Beispiel bei Ihrer Hausbank einrichten.

Tipp 5: Den richtigen Anbieter für Juniordepots finden

Weil Wertpapier-Sparen für die Kinder immer beliebter wird, bieten immer mehr Banken und Online-Broker sogenannte Junior-Depots an. Das sind Aktien-Depots, die speziell für den Vermögensaufbau des eigenen Nachwuchses konzipiert sind. Doch bei der Fülle an Möglichkeiten, kann man schnell den Überblick verlieren. Achten Sie deshalb bei der Auswahl des Junior-Depots vor allem auf die einzelnen Konditionen und die Kosten.

Vergleichen Sie deshalb zum Beispiel die Ordergebühren und die Führungsgebühren für das Depot. Diese können sich von Anbieter zu Anbieter stark unterscheiden. Außerdem sollten Sie darauf achten, eine möglichst breite Auswahl an verschiedenen ETFs-Indizes und Wertpapieren zu haben. Wenn sie beispielsweise nicht nur in ETFs investieren wollen, sollten sie besonders aufmerksam sein. Denn es gibt Anbieter, die bei Junior-Depots ausschließlich ETF-Sparpläne in geringer Auswahl anbieten.

Alles übers Geldanlegen

ETFs eignen sich nicht nur für die Kinder. Auch Eltern können durch mittel- und langfristige Investments ihr Vermögen sukzessive ausbauen. Was ETFs genau sind und wie sie funktionieren, erklären wir ihnen hier. Gerade jetzt während der Pandemie lohnt es sich mehr denn je, auch in Aktien zu investieren. Was Sie dabei unbedingt beachten sollten, erfahren sie hier.