Gegen Vorurteile am Welt-Aids-Tag

Alexandra Frings kämpft für ein normales Leben – mit HIV

01. Dezember 2021 - 17:21 Uhr

Am 1. Dezember ist Welt-Aids-Tag

In Deutschland leben rund 91.400 Menschen mit HIV, 95 Prozent nehmen Medikamente und können mit ihrer Diagnose ein weitestgehend normales Leben führen. Seit mehr als 30 Jahren findet am 1. Dezember der Welt-Aids-Tag statt. 2021 lautet das Motto "Ungleichheiten beenden. Aids beenden. Pandemien beenden."

HIV-positiven Menschen mit Respekt begegnen

Das Ziel: Verantwortliche in Politik, Wirtschaft, Medien und anderen Bereichen daran erinnern, dass sie einen Beitrag leisten können und müssen. "Denn es ist längst möglich, die Aids-Epidemie zu beenden und Gesundheitschancen gerechter zu verteilen – es hängt vom politischen Willen ab", so die Organisatoren des alljährlichen Thementags. Außerdem erinnert der Welt-Aids-Tag an die Menschen, die an den Folgen von HIV und Aids verstorben sind und daran, HIV-positiven Menschen mit Respekt und vorurteilsfrei zu begegnen.

„Ich hatte Angst vor Diskriminierung und Ablehnung“

Alexandra Frings hat genau das erlebt: Vor 15 Jahren erhält sie die Diagnose "HIV positiv". Ihr Ex-Mann hatte die junge Mutter infiziert. "Ich hatte Angst vor Diskriminierung und Ablehnung", gibt Frings im RTL-Interview zu. Denn obwohl Infizierte dank Medikamenten keine Einschränkungen in ihrem Leben haben, kursieren viele Vorurteile. Gerade im Gesundheitswesen musste Frings die Erfahrung machen, von Ärzten und Physiotherapeuten auf Abstand gehalten zu werden. Welchen Appell sie zum Welt-Aids-Tag an andere Menschen richtet – im Video oben. (fge)