Wo dürfen jetzt noch Bäume verkauft werden?

Weihnachtsbaum-Kauf im Lockdown: Darauf müssen Sie achten

Wo kann man jetzt noch Weihnachtsbäume kaufen?
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17. Dezember 2020 - 11:42 Uhr

Wo bekommt man jetzt noch Weihnachtsbäume her?

Mit Beginn des harten Lockdowns in Deutschland mussten auch Baumärkte, Möbelhäuser und Pflanzencenter vorerst bis zum 10. Januar 2021 schließen. Alles Orte, wo im Dezember auch zahlreiche Weihnachtsbäume verkauft werden. Was heißt das jetzt für diejenigen, die noch keinen gekauft haben? Muss das Fest jetzt etwa ohne Baum stattfinden?

Wir zeigen, welche Möglichkeiten es für den Weihnachtsbaumkauf aktuell noch gibt und was man dabei – neben den geltenden Corona-Regeln – beachten sollte.

Wo ist der Weihnachtsbaum-Verkauf noch erlaubt?

Auch der Weihnachtsbaumverkauf ist in den seit Mittwoch geltenden Bestimmungen geregelt. Wie auch Supermärkte, Drogerien und Apotheken gilt der Weihnachtsbaumverkauf als "täglicher Bedarf" und darf auch im harten Lockdown weiterhin stattfinden. Weihnachtsbaum-Stände und -Straßenverkäufe in deutschen Städten und Dörfern müssen nicht schließen, auch hier müssen natürlich die bereits bekannten Coronavirus-Regeln und Hygienevorschriften eingehalten werden. Auch Wochenmärkte sind weiterhin in Betrieb, mitunter werden auch hier Tannenbäume verkauft.

In Supermärkten und Discountern, die häufig kleinere Weihnachtsbäume zu günstigen Preisen anbieten, sind diese auch weiterhin erhältlich. Ebenfalls ist es weiterhin möglich, Tannenbäume bei entsprechenden Plantagen selbst frisch zu schlagen.

Kann ich noch Weihnachtsbäume im Baumarkt oder Pflanzencenter kaufen?

Nicht eindeutig ist die Lage allerdings für Weihnachtsbaum-Anbieter an Baumärkten und in Pflanzencentern: Weil die Märkte im Rahmen der neuen Bestimmungen vorerst schließen mussten, müssen auch diese trotz der grundsätzlichen Genehmigung eigentlich den Verkauf einstellen. Denn die Verkaufsstände befinden sich oft auf dem Gelände der Baumärkte oder der Gartenfreiflächen im Gebäude selbst.

Beim Handelsverband Heimwerken, Bauen, Gärten (BHB) in Köln sagt Sprecher Jörn Brüningholt jedoch, dass der Weihnachtsbaumverkauf zumindest in Nordrhein-Westfalen auch auf dem Gelände von Baumärkten weiterhin erlaubt sei, wie die WAZ berichtet: "Die Coronaschutzverordnung in NRW ist hier leider nicht eindeutig formuliert", wird Brüninghoff zitiert. Nach Auffassung des Verbands sei der Verkauf aber weiterhin möglich, wenn er etwa auf beschrankten Frei- oder Parkflächen von Baumärkten stattfinde.

Wo gibt es die besten Weihnachtsbäume?

Und wo bekommt man nun die beste Qualität fürs Geld? Während ein Weihnachtsbaum vom Discounter schon für circa zehn Euro zu haben ist, werden im Baumarkt und auf einer Christbaumplantage schnell 30 Euro und mehr fällig.

Dazu gibt es auf der Plantage aber auch fachmännische Beratung vom Verkäufer. Und der Spaß-Faktor kommt auch nicht zu kurz: Hier wird selbst Hand angelegt und der eigene Baum geschlagen. Noch ein Vorteil: Man kann sich die Tanne ganz genau ansehen, bevor man sie im Wohnzimmer aufstellt. Beim Discounter geht das leider nicht - trotzdem können Sie aber auch hier durchaus einen schönen, günstigen Baum erwischen.

Nordmann,- Blautanne oder Fichte?

Der Revierförster Marko Schöberle von der Forstverwaltung des Schlossgutes im brandenburgischen Alt Madlitz (Oder-Spree) befestigt in einer Schonung ein Schild mit der Aufschrift "Weihnachtsbäume", aufgenommen am 19.11.2007. In der Weihnachtsbaumplan
Welcher Weihnachtsbaum passt am besten?
© picture-alliance/ ZB, Patrick Pleul

Wem es besonders wichtig ist, dass der Weihnachtsbaum nicht nadelt, der sollte zur Nordmanntanne greifen - die behält ihre Nadeln besonders gut bei sich. Und wem der Duft von Glühwein, Plätzchen und Tee noch nicht genug für die Weihnachtsstimmung ist, für den ist die Blautanne am Besten geeignet. Eine traditionelle Fichte sollte man besser nur draußen aufstellen.

Und noch ein Tipp: Wer viele Kerzen an den Baum hängen will, der sollte einen weniger dichten Baum wählen, damit nicht zu viele Zweige im Weg sind, die anbrennen könnten. Wenn Ihr Herz jedoch bei Lametta höher schlägt und Ihr Weihnachtsbaum gar nicht genug mit Kugeln, Glitzer & Co. geschmückt sein kann, dann ist ein dichter Baum sinnvoll.

7 Tipps, mit denen Ihr Weihnachtsbaum länger frisch bleibt, verraten wir hier.

Greifen Sie zur regionalen Tanne!

Auch, wenn der Baum vom Discounter im Preis-Leistungs-Verhältnis durchaus überzeugen kann, lohnt es sich trotzdem, beim Tannen-Kauf etwas tiefer in die Tasche zu greifen, weiß Förster Martin Kurz: "Die Discountertanne hat meistens den Nachteil, dass sie eine lange Anreise hat. Von der Ökobilanz her ist es besser, wenn ich eine regionale Tanne kaufe. Heißt: Ich schlag sie selbst oder die ich im Baumarkt kriege, die kaufen auch meistens bei Erzeugergemeinschaften in der Region."

Discounter-Bäumchen sind zwar billig, werden aber bereits Monate vor Weihnachten geschlagen und über weite Strecken z.B. aus Polen nach Deutschland transportiert. Lagerung und Transport wirken sich negativ auf die Ökobilanz aus. Wer also quasi eine "grüne" Tanne zuhause haben will, der sollte zur regionalen Tanne greifen.  Auch, wenn die dann ein bisschen mehr kostet. 

Zuletzt noch ein Geheimtipp vom Förster: Damit Ihr Baum möglichst lange schön bleibt, sollten Sie den Stamm beim Aufstellen frisch anschneiden. Und jetzt: Viel Spaß beim Schmücken.