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Weihnachtsbaum kaufen 2020: Das müssen Sie jetzt wissen!

Künstlich, mit Wurzeln oder doch lieber frisch geschlagen?

Weihnachtsbaum kaufen UND die Umwelt schonen? Das sollten Sie jetzt wissen!

Weihnachtsbaum kaufen: Das müssen Sie jetzt wissen! Künstlich, mit Wurzeln oder frisch geschlagen?
03:26 min
Künstlich, mit Wurzeln oder frisch geschlagen?
Weihnachtsbaum kaufen: Das müssen Sie jetzt wissen!

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Jeder zweite Haushalt stellt einen Weihnachtsbaum auf

Der Weihnachtsbaum – ohne ihn ist Weihnachten doch irgendwie nur halb so schön. Und deswegen verwundert es auch nicht, dass vergangenes Jahr fast 30 Millionen Weihnachtsbäume verkauft wurden. Private Haushalte mit mehr als drei Personen stellen sogar zu 80 % einen Weihnachtsbaum zu Weihnachten auf. Aber welchen? Und wie und wo besorgt man ihn am besten? Das verraten wir Ihnen in unserem Video!

Kunstbaum - der Umwelt zuliebe?

Viele glauben, dass ein Plastikbaum umweltfreundlicher ist als ein frischgeschlagener Baum, da man ihn immer wieder verwenden kann. Allerdings täuscht der Eindruck! Ralf Bilke, Agrarreferent BUND NRW, hat mit unserer Reporterin den Weihnachtsbaum-Check gemacht und erklärt im Video, warum ein künstlicher Baum sogar noch schädlicher ist!

Gleiches gilt übrigens bei einem Mietbaum: Solche Angebote liegen gerade total im Trend. Online bestellen, kommt im Topf per Kurier und wird danach wieder abgeholt. Allerdings rät der Experte auch davon ab. „Ich halte da nichts von. Die Bäume werden eingepackt, transportiert, werden wieder eingepackt, transportiert (...) Da ist viel Transport- und Verpackungsaufwand.“ Und der ist ja bekanntlich nicht nachhaltig!

Übrigens: Mit einem Baum nimmt man auch blinde Passagiere mit nach Hause! Wie viele Insekten sich in einem einzigen Weihnachtsbaum tummeln, können Sie hier nachlesen.

Weihnachtsbäume kaufen die Deutschen am liebsten regional

Ein paar Trends, die die 'Schutzgemeinschaft Deutscher Wald' veröffentlicht hat:

  • Der Naturweihnachtsbaum ist besonders bei jungen Paaren beliebt.
  • Kleine Bäume (1,50 bis 1,75 Meter) sind zunehmend gefragter.
  • Regionalität wird groß geschrieben. 30 Prozent der Bäume werden tatsächlich direkt beim Bauern um die Ecke, 30 Prozent beim Straßenhandel und der Rest in Baumärkten oder Gartenmärkten gekauft.

Aber auch Online-Händler bieten inzwischen Weihnachtsbäume an. Die Bäume sind nicht unbedingt günstiger, wie das Portal 'sparwelt.de' in einem Test feststellte, aber es mangelt nicht an Qualität und der Baum wird frei Haus geliefert. Das ist vielleicht nicht ganz so romantisch, wie den eigenen Baum im Wald um die Ecke selbst zu schlagen, aber in jedem Fall deutlich bequemer.

Generell müssen sich die Familien dieses Jahr auf höhere Preise für Weihnachtsbäume einstellen. „Es ist zu erwarten, dass coronabedingt die Baumpreise um zwei bis drei Euro je Baum steigen werden“, teilten der Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger und die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein mit. Der Grund: Erschwerte und verteuerte Produktionsbedingungen durch Covid-19. Die Hygienestandards in den Betrieben wurden deutlich erhöht. Außerdem seien die Arbeitsabläufe komplizierter, weil nicht mehr als fünf Beschäftigte zusammenarbeiten dürfen.

Doch auch wenn er 2-3 Euro teurer wird – wenn der Baum dann am Ende geschmückt im Wohnzimmer steht, er wie jedes Jahr schief ist, und der Onkel bemängelt, dass früher doch mehr Lametta war, ja dann ist doch erst so richtig Weihnachten, oder?