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Wegen hoher Kosten und mäßigem Besucherandrang: Weihnachtsmärkte in Hamburg schließen frühzeitig

Wegen hoher Kosten und mäßigem Besucherandrang

Hamburger Weihnachtsmärkte schließen frühzeitig

Fliegender Schlitten auf dem Roncalli-Weihnachtsmarkt vor dem Hamburger Rathaus.
Fliegender Schlitten auf dem Roncalli-Weihnachtsmarkt vor dem Hamburger Rathaus.
Pixabay

2G-Regel auf mehreren Märkten

Die kalten Hände an einer heißen Tasse Glühwein wärmen, gebrannte Mandeln oder einen Bratapfel knabbern – das gehört einfach zur Weihnachtszeit dazu. In den Genuss durften auf mehreren Weihnachtsmärkten in Hamburg allerdings nur geimpfte und genesene Personen kommen . Viel Kontrolle, weniger Besucher - das merkten auch die Marktbetreiber und ziehen nun die Reißleine.

Zu teuer und zu wenig besucht

Für viele der Hamburger Weihnachtsmärkte ist der Tag vor Heiligabend nun der letzte. Unter anderem ist am Donnerstagabend auf dem Roncalli-Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt und dem Santa-Pauli-Weihnachtsmarkt auf dem Spielbudenplatz Schluss mit Glühwein & Co. Ebenso auf den Märkten auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz, in der Spitalerstraße, auf dem Gänsemarkt und vor der St. Petri-Kirche.

Während der Roncalli-Markt jedes Jahr vor Heiligabend schließt, machen andere Marktbetreiber wegen hoher Kosten durch Corona-Maßnahmen und den mäßigen Besucherandrang in diesem Jahr frühzeitig Schluss - so auch der Weiße Zauber auf dem Jungfernstieg.

Positive Bilanz: Kunden haben dennoch mehr gekauft

Marktbetreiber Roncalli ist dennoch positiv gestimmt: "Alle sind froh, dass sie da waren", sagte Sprecherin Heide Mombächer am vorletzten Markttag. Die Händler hätten zwar Umsatzeinbußen zwischen 20 und 40 Prozent verkraften müssen, "aber alle gehen noch mit schwarzen Zahlen nach Hause." Etwa 40 Prozent weniger Besucher seien gekommen. Jedoch hätten die Händler berichtet, dass sich die Kunden ohne Gedränge länger an den Ständen aufgehalten und mehr gekauft hätten, womit man die Umsatzeinbußen zumindest teils habe kompensieren können. Wichtig sei es auch für den Marktbetreiber gewesen, trotz verringerter Budenzahl den Besuchern so etwas wie Normalität zu bieten. "Da macht man kein Plus, aber es ist trotzdem gut, da zu sein", sagte Mombächer. (dpa/cto)