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Brauchtum

Brauchtum bezeichnet gemeinhin die Gesamtheit aller Bräuche. Hier erfahren, welche Arten von Brauchtum es gibt und wie sich diese unterscheiden.

Als Brauchtum oder Bräuche bezeichnet man regelmäßig und zu bestimmten Anlässen wiederkehrende soziale Handlungen in stark ritualisierten Formen.

Der Begriff Brauchtum

Als Brauchtum definiert der Duden die „Gesamtheit der im Laufe der Zeit entstandenen und überlieferten Bräuche“, doch ist der Begriff damit nicht so deutlich abgesteckt, wie es den Anschein haben mag, denn welche Bräuche für eine Person relevant sind, unterscheidet sich nach Herkunft, Religionszugehörigkeit und Lebenslauf. Dennoch bezeichnet man die individuellen Gewohnheiten einer Einzelperson keineswegs als Brauch. Vielmehr sind Bräuche die zu bestimmten Anlässen und aus einer gemeinsamen Sitte heraus entstehenden Handlungen. Diese Anlässe können religiöse und weltliche Feste, regionale Eigenheiten oder wichtige Lebensabschnitte sein.

Religiöses Brauchtum

Jede Religion hat ihre Feste und die dazugehörigen Bräuche. In Europa und weiten Teilen Amerikas sind religiöse Bräuche vor allem vom Christentum geprägt, allerdings sind einige heute als christlich geltende Bräuche noch aus vorchristlicher Zeit und haben ihren Ursprung in heidnischen Festen, die mit christlichen zusammenfielen. Christliches Brauchtum soll das Kirchenjahr veranschaulichen, es existiert aber mittlerweile auch losgelöst von der Kirche. Beispiele für christliches Brauchtum sind etwa das Aufstellen immergrüner Bäume zu Weihnachten oder der Laternenumzug zu St. Martin. Es gibt aber durchaus auch Brauchtum im Jahresverlauf, das nicht religiös geprägt ist - etwa den Aprilscherz. Manche religiöse Bräuche in Deutschland sind aber auch jüdischer oder keltischer bzw. neopaganer Herkunft.

Regionales Brauchtum

Regionales Brauchtum unterscheidet sich, wie der Name schon sagt, je nach Region. Manch regionales Brauchtum ist aber auch über die Grenzen seiner Region bekannt. So gibt es in vielen Teilen Deutschlands sich in Einzelheiten regional unterscheidende Bräuche zu Karneval bzw. Fasnacht. Das bayerische Oktoberfest, das seinen Ursprung in der Hochzeitsfeier König Ludwigs I. von Bayern und Prinzessin Thereses von Sachsen-Hildburghausen im Jahre 1810 hat, gilt heute als größtes Volksfest der Welt und lockt Besucher aus allen Teilen der Welt nach Bayern. Regionale Bräuche sind meist über Jahrhunderte gewachsen.

Brauchtum im Lebenslauf

Obgleich viele Bräuche im Lebenslauf wie Taufe, Kommunion, Konfirmation, Firmung und Jugendweihe religiöser Natur sind oder wenigstens eine religiöse Komponente haben, betrachtet man sie als losgelösten Typus von Brauchtum. Die Hochzeit, die nicht zwangsläufig eine religiöse Komponente haben muss, bringt eine ganze Reihe von Bräuchen mit sich.