Sabotage im Hamburger Hafen!Männer sollen Bundeswehr-Kriegsschiffe beschädigt haben

Korvetten in ihrem Heimathafen Hohe Düne in Warnemünde.
Die mutmaßlichen Saboteure sollen es auf Korvetten der Bundesmarine abgesehen haben (Archiv).
Stefan Sauer/dpa

20 Kilogramm Kies im Motor, durchstochene Wasserleitungen!
Mit solchen und anderen Methoden sollen ein Rumäne (37) und ein Grieche (54) vorgegangen sein. Ihr Ziel laut Staatsanwaltschaft Hamburg: Schiffe der Deutschen Marine sabotieren. Dadurch hätten sie die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr gefährdet!

Sabotage im Hamburger Hafen

Die Handschellen klickten in Hamburg und in einem Dorf in Griechenland. Die beiden Festgenommen arbeiteten laut Staatsanwaltschaft im vergangenen Jahr im Hamburger Hafen. Dabei hätten sie mehrere sogenannte Korvetten mutwillig beschädigt – kleine und wendige Kriegsschiffe, mit denen die Deutsche Marine unsere Küsten schützt. Die Saboteure seien rabiat vorgegangen, so die Behörden: Sie hätten über 20 Kilogramm Kies in den Motorblock eines Schiffes eingebracht, Frischwasserzuleitungen zerstochen, Tankdeckel von Treibstofftanks entfernt und Sicherungsschalter der Schiffselektronik deaktiviert.

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Lange Freiheitsstrafe möglich

Wäre die Sabotage unentdeckt geblieben, hätte die Verwüstung der Beschuldigten zu erheblichen Schäden am Schiff führen können, so die Staatsanwaltschaft. Möglich wäre auch ein verspätetes Auslaufen gewesen: Dadurch hätte die Sicherheit Deutschlands und die Schlagkraft der Bundeswehr gefährdet werden können.

Bei einer Verurteilung wegen der Sabotage von Verteidigungsmitteln droht den Männern eine Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren. (fga)

Verwendete Quellen: Pressemitteilung Staatsanwaltschaft