Wegen Delta-Variante

Opposition fordert schnellere Zweitimpfung

Coronavirus - Impfung
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© dpa, Patrick Pleul, ppl exa vco

27. Juni 2021 - 13:02 Uhr

Die Zweitimpfung soll vorgezogen werden

Angesichts der raschen Ausbreitung der Delta-Variante sprechen sich Gesundheitsexperten der Opposition für eine frühere Zweitimpfung aus. Bei mRNA-Impfstoffen (Biontech/Pfizer und Moderna) solle die Zweitimpfung gegen das Coronavirus bereits nach drei Wochen stattfinden, sagte Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen der "Welt am Sonntag". Dies sei gegen die Delta-Variante sehr wirksam, wie "harte Daten" bestätigen sollen. Zu einer früheren Zweitimpfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca lägen noch keine Studien vor.

Die Stiko rät, längere Impfintervalle einzuhalten

Bislang empfiehlt die Stiko, die Ständige Impfkomission, längere Zeitabstände zwischen den zwei Impfungen. Das hat Gründe: Bei Astrazeneca etwa steigt die Wirksamkeit bei längerem Abstand. Zudem spreche die Impfstoffknappheit dafür, zunächst möglichst viele Menschen zu versorgen.

Aber jetzt kommt auch aus der FDP-Bundestagsfraktion der Ruf nach einem Umdenken, wie die "Welt am Sonntag" berichtet. Unter anderem fordert Andrew Ullmann, der FDP-Obmann im Gesundheitsausschuss: "Die Ständige Impfkommission sollte ihre Empfehlung zu den Impfintervallen überarbeiten und den Zeitpunkt der Zweitimpfung vorziehen."

Für mRNA-Impstoffe empfiehlt der Expertengremium, sechs Wochen zwischen erster und zweiter Dosis abzuwarten. Bei AstraZeneca sind es sogar zwölf Wochen. Laut Zulassung wären schnellere Impfserien möglich: zwei Biontech-Spritzen im Abstand von drei Wochen, bei Moderna und AstraZeneca im Abstand von vier Wochen. (dpa/dbö)