Kampf mit den Hormonen

Katja Burkard und die Wechseljahre: "Ich kenne mich und mag mich endlich"

Auch Katja Burkard kämpfte mit Beschwerden in den Wechseljahren, bis ihr endlich geholfen wurde.
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30. September 2019 - 15:02 Uhr

Progesteron, das "Hormon der Seele"

Für viele Frauen in Deutschland ist Katja Burkard (54) eher eine Vertraute als eine Moderatorin. Denn seit 23 Jahren begrüßt sie bei "Punkt 12" regelmäßig rund eine Million Haushalte. Mit News- und Lifestyle-Themen kennt sich Katja aus - jetzt hat sie ein Buch über ein ihr wichtiges Anliegen geschrieben. In "Wechseljahre - Keine Panik!"* spricht sie ganz offen über ihre eigene Erfahrung mit der hormonellen Umstellung: "Ist das, was du fühlst, wirklich das, was du fühlst?" Das war die zentrale Frage, die sie sich jeden Tag zu Beginn ihrer Menopause fragte.

Und die hat sie extrem gefordert, sie in ein Gefühlstief gestürzt, aus dem sie sich auch mit Hilfe des angesehensten Hormonforscher Europas herauskämpfte. Heute ist Katja Burkard stark wie nie, sagt sie, selbstbewusster als je zuvor. Doch dafür musste sie lange kämpfen. Nicht unschuldig daran waren wie bei vielen anderen Frauen die Hormone.

Antidepressiva-Verschreibungsrate steigt um die 50 extrem an

Das "Hormon der Seele" ist das Progesteron. "Wir wissen, dass manche Frauen unmittelbar vor der Periode Stimmungsschwankungen haben – nämlich dann, wenn das Progesteron absinkt und zu wenig wird. Und genau so ist es in der Menopause auch. Die Frau hat dann kein Progesteron und die Stimmung wird schlechter, und oft wird sie depressiv", erklärt der Hormonspezialist Prof. Dr. Johannes Huber, den Katja zu Rate zog.

Huber ist überzeugt, dass viele Frauen um die 50 Progesteron und keine Psychopharmaka benötigen. In dieser Altersgruppe steigt die Verschreibungsrate nämlich extrem an, schreibt Katja Burkard in ihrem Buch. Viele Frauen rennen dann leider direkt zum Psychologen oder Scheidungsanwalt statt zum Gynäkologen. Hubers These: "Ein Progesteron-Mangel kann durchaus der Grund für das Scheitern von Ehen sein."

Das Gelbkörperhormon Progesteron entsteht, wenn eine Eizelle den Eierstock verlässt und zur Gebärmutter wandert. Dort bereitet es die Schleimhaut auf eine mögliche Einnistung vor. Passiert dies nicht, endet die Produktion des Progesterons wieder. In den Wechseljahren kommt es erst nicht mehr jeden Monat und nachher gar nicht mehr zum Eisprung, was erklärt, warum das Progesteron in der Menopause fehlt.

Wechseljahre sind viel mehr als nur Schweißausbrüche

Dass Wechseljahre oft das ganze Leben auf den Kopf stellen, wissen auch Sabine und Birgit: Sabine verlor ihren Job, ihren Ehemann und war sogar depressiv. Aber heute sagt sie: "Ich bin glücklicher denn je!" Und auch Birgit hat etwas Ähnliches erlebt. Die beiden Frauen haben uns ihre ganz persönliche Geschichte rund um die Wechseljahre erzählt. Warum diese Zeit viel mehr ist als nur Schweißausbrüche, das sehen Sie im Video.

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