Die Phasen des weiblichen Zyklus

Periode: Das passiert während der Menstruation

30. Januar 2019 - 9:07 Uhr

Einmal im Monat kommt es zur Blutung, aber wie?

Zwischen dem elften und dreizehnten Lebensjahr eines Mädchens setzt in der Regel der Menstruationszyklus ein. Er beträgt im Schnitt 28 Tage, in denen es zum Eisprung und zur Periode kommt. Gegebenenfalls kann der  Menstruationszyklus  auch zwischen 26 und 32 Tagen dauern. Dieser natürliche Vorgang wird von den weiblichen Geschlechtshormonen gesteuert, die sich auf Vagina, Gebärmutter, Gebärmutterhals, Eierstöcke und Eileiter auswirken. Doch was genau passiert während der Periode im weiblichen Körper?

Die vier Phasen des Menstruationszyklus

Die Regelblutung ist nur ein kleiner Teil unseres Zyklus. Ihr gehen einige komplizierte Vorgänge voraus, von denen eine Frau nur indirekt etwas mitbekommt. Der Menstruationszyklus umfasst vier Phasen: Die Periode, die Follikelphase, die Ovulationsphase und die Lutealphase.

Periode: Der Anfang des weiblichen Zyklus

Der erste Tag der Periode ist auch der erste Tag unseres Zyklus. Während der Menstruation wird die Gebärmutterschleimhaut mitsamt der unbefruchteten Eizelle abgestoßen, was die Blutungen aus der Scheide zur Folge hat.

Follikelphase: Der Körper bereitet sich auf eine Schwangerschaft vor

Nach der Periode beginnt die Follikelphase, auch präovulatorische Phase genannt, die circa 14 Tage dauert. Das follikelstimulierende Hormon (FSH) im weiblichen Körper steigt an und führt  dazu, dass mehrere Follikel, gleichzeitig in den Eierstöcken zu reifen beginnen. In den Follikeln befinden sich Eizellen, die potenziell einmal den Weg zur Gebärmutter antreten können. In der Regel überlebt aber nur ein Follikel, während die anderen wieder absterben.
Außerdem baut sich in dieser Zeit die Gebärmutterschleimhaut auf, um der herangereiften Eizelle die Chance zu geben sich nach einer Befruchtung einzunisten.

Ovulationsphase: Der Eisprung findet zwischen Follikel- und Lutealphase statt

Etwa an Tag 14 des Zyklus platzt der Follikel auf und gibt eine Eizelle frei, die befruchtet werden kann. Die Eizelle wird vom Eileiter aufgenommen, den sie nun auf ihrem Weg zur Gebärmutter entlangwandert. Eine Eizelle kann nur in den ersten 12 bis 24 Stunden befruchtet werden, während sie sich noch am Anfang des Eileiters befindet. Der Zeitraum einer möglichen Befruchtung liegt bei vier bis fünf Tagen im Monat, da Spermien etwa drei Tage im weiblichen Körper überleben können.

Die Gebärmutterschleimhaut ist nun komplett aufgebaut und mit Nährstoffen versorgt und bereit eine befruchtete Eizelle aufzunehmen. Außerdem wird der Cervixschleim dünnflüssiger, was es Spermien leichter macht, ihren Weg durch Vagina, Muttermund und Gebärmutterhals zur Eizelle zu finden.

Lutealphase: Schwanger oder nicht?

Wenn die Eizelle nicht befruchtet wird, stirbt sie ab. Nun verändert sich der Hormonhaushalt, was auch die Menge des Glückshormons Serotonin beeinflussen kann. In dieser Zeit leiden manche Frauen unter dem sogenannten prämenstruellen Syndrom (PMS). Am Ende der Lutealphase und zu Beginn der Follikelphase löst sich die Gebärmutterschleimhaut ab und wird mit reichlich Blut ausgeschwemmt: Die Periode setzt ein und ein neuer Zyklus beginnt.

Wird die Eizelle hingegen befruchtet, nistet sie sich in der Gebärmutterschleimhaut ein und entwickelt sich weiter. Eine Schwangerschaft hat begonnen, weshalb die Menstruation ausbleibt.

Interessante Fakten zur Periode

Wärmflasche hilft gegen Perioden-Schmerzen
Schmerzen bei der Periode
© Graham Oliver

Antworten auf vier spannende Fragen rund um den weiblichen Zyklus.

Warum gibt es den weiblichen Zyklus?

Der Menstruationszyklus existiert, weil der Körper dadurch Energie spart. Würde sich der weibliche Körper stets für eine befruchtete Eizelle bereithalten, müsste die Körpertemperatur permanent um etwa ein Grad höher sein. Das klingt nach gar nicht so viel, kostet den Körper allerdings recht viel Energie. Die Periode ist also eine "geniale" Erfindung, um effizienter zu sein.

Wie oft habe haben Frauen ihre Tage?

Eine Frau hat in ihrem Leben um die 400 bis 430 Mal ihre Menstruation.

Wie viel Blut verliere ich während meiner Periode?

Eine Frau verliert während ihrer Blutung zwischen 30 und 60 Milliliter Blut.

Warum habe ich während meiner Menstruation Bauchschmerzen?

Um die Gebärmutterschleimhaut schneller und effektiver abstoßen zu können, zieht sich die Gebärmutter zusammen. Das verursacht die klassischen Unterleibsschmerzen während der Periode.