Was sind die Vor- und Nachteile beim Pucken?

Wann sollte man das Baby mit einem Pucksack beruhigen?

Was sind die Vor- und Nachteile beim Pucken des Babys?
Was sind die Vor- und Nachteile beim Pucken des Babys?
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10. September 2020 - 11:18 Uhr

Mit dem Pucksack Babys beruhigen

Die alte Wickeltechnik des Puckens ist wieder im Trend. Lange Zeit wurden Babys fest in Tücher gewickelt, um ihnen Stabilität zu geben. Später wurde das Pucken dann als einengend wahrgenommen und verworfen. Mittlerweile hat man jedoch entdeckt, dass vor allem Schreibabys viel ruhiger sind, wenn man sie puckt. Eine Möglichkeit für das Baby ist der Pucksack. Anstelle von Tüchern oder Decken wird das Baby einfach nur in eine Art Beutel gelegt und fühlt sich direkt geborgen. Vor allem, wenn es am sogenannten Moro-Reflex leidet, ist Pucken ideal. So wird das Baby nicht aus dem Schlaf gerissen und kann ungehindert schlummern.

Das Baby pucken, aber richtig

Das Baby sollte beim Pucken trotz aller Geborgenheit nicht zu sehr eingeengt werden. Außerdem ist die Technik nur für die Nacht oder zum Schlafen gedacht. Die richtige Wickeltechnik im Tuch ist dabei wichtig, damit man dem Kleinen nicht schadet. Hebammen zeigen Müttern gerne, wie dies funktioniert. Die Alternative ist der Pucksack, der auch die Arme freilässt und fast wie ein Schlafsack funktioniert. Diese Methode geht wesentlich schneller und vermeidet Fehler beim Einwickeln. Pucken hilft dem Baby außerdem dabei, Tagesabläufe zu lernen und das Schlafen zu bestimmten Uhrzeiten zu akzeptieren. Der behagliche Halt erinnert die Säuglinge an die Geborgenheit im Mutterleib.

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Welche Risiken kann das Pucken haben?

Einige Kinderärzte warnen vor dem Pucken. Sie verweisen auf Hitzestaus und Fehlentwicklungen der Hüfte. Tatsächlich sind dies mögliche Nebeneffekte, wenn falsch gepuckt wird. Es ist deshalb notwendig, die Technik wirklich richtig zu erlernen. Zudem sollte das Baby immer noch genügend Platz zum Schreien haben. Wer sich unsicher ist, sollte unter professioneller Anleitung zunächst ausprobieren, wie das Baby auf das Pucken reagiert.

Werden alle Vorsichtsmaßnahmen beachtet, kann das enge Wickeln durchaus sinnvoll sein. Babys mit bereits vorhandenen Hüftproblemen dürfen jedoch auf keinen Fall gepuckt werden. Und auch bei Fieber sollten Eltern darauf verzichten, damit es nicht zu einem Hitzestau kommt. Gleiches gilt für hohe Sommertemperaturen.

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Sollte ich mein Baby pucken?

Die endgültige Entscheidung können nur Eltern treffen. Gegner und Befürworter haben genügend Gründe, welche die jeweiligen Theorien untermauern. Erwiesen ist allerdings, dass vor allem Frühchen und unruhige Kinder vom Pucken profitieren können. Die empfindlichen Nerven bekommen den nötigen Halt durch eine behagliche Hülle. Es versteht sich von selbst, dass die Puckhilfe das Baby niemals beim Atmen oder Schreien behindern darf. Das Kind soll nicht bewegungsunfähig sein, sondern einen geborgenen Raum vorfinden, der umgrenzt ist, wie es ihn aus dem Mutterleib kennt. Zudem wird das Pucken nur für die ersten Lebenswochen empfohlen.

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