Anja N. (34) vor fahrenden Zug geschubst

Ehemann: "Meine Frau wurde heute ermordet"

© dpa, Christoph Reichwein, kno

29. Juli 2019 - 13:19 Uhr

Ehemann trauert auf Facebook

Die 34-jährige Anja N. aus dem nordrhein-westfälischen Voerde wurde am Samstag vor einen einfahren Zug geschubst und überrollt. Die Tat macht einfach nur sprachlos. Viele Menschen haben am Sonntagmorgen Blumen und Kerzen am kleinen Regionalbahnhof am Niederrhein aufgestellt. Wie die "Bild"-Zeitung schreibt, soll der mutmaßliche Täter ein Fremder sein und die Frau grundlos vor den Zug gestoßen haben.

Anja N. soll eine 13-jährige Tochter haben

"Meine Frau wurde heute ermordet. Sie wurde vor einen Zug geschubst, von einem Fremden ohne Grund", soll der Ehemann von Anja N. laut "Bild" noch am Samstagabend auf Facebook geschrieben haben.

Die Mutter einer 13-jährigen Tochter stand am Samstagmorgen am Bahngleis 1 in Voerde bei Duisburg und wartete auf den Regionalexpress. Plötzlich sei ein Mann aufgetaucht und habe die junge Frau offenbar grundlos vor den einfahren Zug gestoßen, schreibt die Zeitung. Sie stürzte auf das Gleisbett und wurde vom Zug überrollt. Trotz der Rettungsbemühungen starb die sie noch vor Ort.

Am kleinen Regionalbahnhof haben am Morgen nach der schrecklichen Tat viele Menschen Blumen und Kerzen aufgestellt.

Heimtücke und Mordlust

20.07.2019, Nordrhein-Westfalen, Voerde: Die Stationstafel des Bahnhofs in Voerde. Ein 28-jähriger Mann hat nach Polizeiangaben am Bahnhof im niederrheinischen Voerde eine 34-jährige Frau vom Bahnsteig vor einen einfahrenden Zug gestoßen. Die Frau au
Die Mutter einer 13-jährigen Tochter stand am Samstagmorgen am Bahngleis 1 in Voerde bei Duisburg und wartete auf den Regionalexpress.
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Den tatverdächtigen Mann hatten mehrere Fahrgäste bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Es handelt sich um einen 28-Jährigen aus Hamminkeln (Kreis Wesel), er ist polizeibekannt. Am Sonntag wurde er dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl wegen Mordes.

Der Beschuldigte soll nach Ansicht der Staatsanwaltschaft die Frau heimtückisch und aus Mordlust ins Gleisbett vor einen einfahrenden Zug gestoßen haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag gemeinsam mitteilten. Täter und Opfer kannten sich demnach vor dem Angriff nicht. Auch gab es auf dem Bahnsteig keinen Streit zwischen den beiden, so die Auskunft der Ermittler.

Eine Mordkommission hatte die Ermittlungen am Samstag übernommen. Für die Spurensicherung wurde die Bahnstrecke mehrere Stunden lang gesperrt.