Coronavirus-Pandemie

Virologe Streeck: "Wir müssen mit dem Überdramatisieren aufhören"

Bonner Virologe Hendrik Streeck
Bonner Virologe Hendrik Streeck
© dpa, Federico Gambarini, fg gfh tba jai

08. Oktober 2020 - 10:47 Uhr

Doch nicht so gefährlich wie gedacht?

Der Umgang mit dem Coronavirus fällt noch immer schwer, vor allem weil Erfahrungswerte fehlen. Doch Virologe Hendrik Streeck sagt jetzt, dass die Daten mittlerweile zeigen, dass es zumindest keine Übersterblichkeit gebe.

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"Corona wird nicht unser Untergang sein"

Virologe Hendrik Streeck kritisiert am Rande des Wirtschaftsgipfels "Neu Denken", dass das Coronavirus überdramatisiert werde. Das Risiko sei gut kalkulierbar. "Wir haben es mit einem ernstzunehmenden Virus zu tun, aber wir dürfen dieses Virus nicht mehr überdramatisieren", so Streeck laut web.de.

Er bezieht sich dabei auf die Übersterblichkeitsrate, die aktuell nicht höher sei, als zur Hitzewelle 2018 oder zur Grippewelle 2017. Im Kampf gegen die Pandemie gebe es in Deutschland "zu viel Angst", so der Direktor des Instituts für Virologie in Bonn. Dennoch wies er darauf hin, dass Corona gefährlicher sei, als eine gewöhnliche Grippe.

Wie schwierig der Vergleich der unterschiedlichen Todeszahlen ist, erklären wir hier.