Diese Regeln gelten in Ihrem Bundesland!

3G, 2G oder sogar Lockdown?

Irgendwas mit G: Bei vielen Menschen ist die Verwirrung ob der neuen Corona-Regeln mittlerweile perfekt. Denn jedes Bundesland hat eigene Regelungen.
Irgendwas mit G: Bei vielen Menschen ist die Verwirrung ob der neuen Corona-Regeln mittlerweile perfekt. Denn jedes Bundesland hat eigene Regelungen.
© imago/Christian Ohde, SpotOn

25. November 2021 - 10:21 Uhr

Jedes Bundesland macht's anders

Geimpft oder Genesen? Getestet oder sogar gar nichts? Oder das Ganze noch mit dem Zusatz "plus"? Nach den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz sollte es eigentlich einheitlichere Maßnahmen für Alle geben, doch trotzdem gibt es auch jetzt wieder den "Flickenteppich" an Maßnahmen und Coronaregelungen in den einzelnen Bundesländern.

Wir haben die einzelnen Regelungen, die jetzt in den Bundesländer gelten, einmal zusammengefasst. Hier ein Überblick.

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Baden-Württemberg

Ungeimpfte Menschen in Baden-Württemberg werden ab Mittwoch von der Teilnahme am öffentlichen Leben weitgehend ausgeschlossen. Die Landesregierung verkündete am Dienstagabend in Stuttgart die neue Corona-Verordnung. Danach wird die neue Alarmstufe II mit weiteren Beschränkungen ausgelöst, weil der Grenzwert von 450 Covid-19-Fällen auf Intensivstationen zum zweiten Mal in dieser Woche überschritten wurde. Von diesem Mittwoch an gilt bei Veranstaltungen und in Bars sowie Clubs 2G plus. Damit haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt, die zusätzlich einen Test vorweisen können. Zudem gibt es in Hotspot-Regionen Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte.

Schulkinder müssen in der Klasse ab sofort wieder Maske tragen.

Lese-Tipp: RTL/ntv-Trendbarometer: Bevölkerung will schärfere Corona-Regeln als die Politik!

Bayern

Mit dem Stufenkonzept "Bremsen, Blocken, Boostern" will Bayern die hohen Inzidenzen aufhalten. Demnach soll es auch einen Lockdown für Ungeimpfte geben. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder begründete das: "Es tut mir Leid, aber das ist die einzige Möglichkeit, die wir jetzt haben." Zudem sollen Diskos, Clubs und Bars geschlossen werden und auch für die Gastronomie gibt es eine Sperrstunde von 22 Uhr.

Neben einem weiten 2G-Konzept, sollen auch 2G+-Regelungen in Kraft treten. Weihnachtsmärkte sind für ganz Bayern abgesagt worden.

In Hotspots mit hohen Inzidenzen soll es sogar zu einem Lockdown für Alle kommen.

Anders als zunächst geplant dürfen aber Friseure nun doch offen bleiben. Schulen und Kitas bleiben ebenfalls bayernweit geöffnet. Gleiches gilt für den Handel - allerdings mit Beschränkungen: eine Person auf zehn Quadratmeter und in 1.000er-Hotspots eine Person auf 20 Quadratmeter. Die Zustimmung des Landtags steht noch aus.

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Berlin

Ebenfalls am Dienstag hat der Berliner Senat über weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beraten. Seit Montag vergangener Woche gilt in der Hauptstadt, dass nur noch Geimpfte und Genesene (2G), aber nicht Getestete (3G) Zutritt zu Restaurants, Kinos, Theatern oder Museen haben. Ab Samstag gilt das auch für den Einzelhandel. Für die Grundversorgung, also zum Beispiel Supermärkte, Drogerien oder Apotheken, sollen Ausnahmen gelten.

In einigen weiteren Bereichen soll ab Samstag 2G+ gelten, beispielsweise in Gastronomie, für körpernahe Dienstleistungen und Veranstaltungen.

Brandenburg

Auch das Brandenburger Kabinett hat am Dienstag die Ausweitung der 2G-Regel auf den Einzelhandel (mit Ausnahmen) beschlossen. Ungeimpfte dürfen Geschäfte, die nicht der Grundversorgung dienen also nicht mehr betreten. Außerdem gelten für Ungeimpfte künftig Kontaktbeschränkungen, in Hotspots auch Ausgangsbeschränkungen.

Ein 2GPlus-Konzept gibt es für Clubs und Diskotheken. Weihnachtsmärkte müssen wieder komplett schließen.

Bremen

Auch Bremen verschärft wie die anderen Länder seine Corona-Auflagen und geht im Alltag an vielen Orten zur 2G-Regel über. Das beschloss der Senat am Dienstag. "Die Lage hat sich in ganz Deutschland in den vergangenen Tagen deutlich verschärft. Auch in Bremen haben wir einen klaren Anstieg der Fallzahlen", sagte Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard.

Mit den neuen Regelungen wird die Warnstufe für die Stadt Bremen erhöht. Sie tritt ein, wenn die Krankenhauseinweisungen Covid-Kranker einen Wert von 3,0 erreichen, gerechnet auf 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Dann gilt die Maskenpflicht nicht nur im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel, sondern in allen weiteren Innenräumen. Zugang zu Veranstaltungen in Innenräumen haben nur Geimpfte und Genesene (2G).

Wie in den anderen Ländern tritt mit einer Hospitalisierungsinzidenz von sechs eine weitere Stufe in Kraft. Dann müssen auch Geimpfte und Genesene bei Veranstaltungen einen negativen Test vorlegen (2G plus).

Hamburg

Seit Samstag gilt in Hamburg eine 2G-Pflicht für Gastronomie, Bars, Clubs, Discos, körpernahe Dienstleister, Sport in geschlossenen Räumen sowie Freizeitchöre und Orchester. Für Ungeimpfte sind diese Bereiche demnach nicht mehr zugänglich.

Wesentliche körpernahe Dienstleistungen wie Haareschneiden, Fußpflege und medizinische Behandlungen sind weiterhin unter 3G-Bedingungen möglich. Beim 3G-Modell dürfen auch Ungeimpfte eingelassen werden, wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen. Keine Verschärfungen gibt es vorerst im Einzelhandel.

Hessen

Auch in Hessen werden die Regeln verschärft. Ab Donnerstag gilt bis zum 23. Dezember für alle Veranstaltungen in Innenräumen sowie für Restaurants, Kultureinrichtungen und Hotels die 2G-Regel.

Für Weihnachtsmärkte gibt es keine einheitlichen Regeln, die örtlichen Behörden sollen aber auf Schutzkonzepte achten. Für Essen und Trinken in abgeschlossenen Bereichen kommt ebenfalls die 2G-Regel zur Anwendung.

Im Video: RTL Corona-Talk mit Prof. Timo Ulrichs: Nur Lockdown kann Trendwende bringen

Mecklenburg-Vorpommern

Erreichen Städte und Landkreise in Mecklenburg-Vorpommern die dritte von vier Warnstufen der Corona-Warnampel, gilt auch hier die 2G-Regel. In Kneipen, Restaurants und bei Veranstaltungen gibt es die schon länger, mit einem 2G-Optionsmodell: Dadurch entfallen dann für Geimpfte und Genesene weitreichende Schutzmaßnahmen. In Kinos gilt hingegen weiterhin die 3G-Regel.

Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen gelten von Mittwoch an im Freizeit- und Kulturbereich flächendeckend Zugangsbeschränkungen für Erwachsene, die nicht geimpft oder genesen sind. Das kündigte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann bei der Vorstellung der aktualisierten Corona-Schutzverordnung an.

In Bereichen mit besonders hohem Infektionsrisiko - etwa in Diskotheken, Clubs oder bei Karnevalsfeiern - müssen selbst Geimpfte und Genesene dann zusätzlichen einen aktuellen negativen Test vorlegen (2G plus).

Nichtgeimpfte seien dann mit Ausnahme ihres Arbeitslebens weitestgehend von gesellschaftlichen Veranstaltungen ausgeschlossen, sagte Laumann. Es sei nicht verantwortbar, sich nicht impfen zu lassen, wenn es der gesundheitliche Zustand zulasse, betonte der Minister.

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Niedersachsen

Niedersachsen geht mit einer neuen Corona-Verordnung fast flächendeckend zu einer 2G-Regel im öffentlichen Leben über. Das sagte Ministerpräsident Stephan Weil. An vielen Orten würden damit von Mittwoch (24.11.) an nur noch geimpfte und genesene Menschen zugelassen. Dies bedeute zugleich "eine starke Einschränkung für ungeimpfte Menschen".

In Niedersachsen sei die Pandemielage zwar noch weniger dramatisch als in anderen Teilen Deutschlands. "Aber sie ist auch für uns beunruhigend", sagte Weil. Der neuen Verordnung nach treten wie in anderen Bundesländern die Warnstufen schneller in Kraft. In vielen Fällen müssen dann über 2G hinaus Geimpfte und Genesene zusätzlich negative Tests vorlegen (2G plus).

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Rheinland-Pfalz

Auch Rheinland-Pfalz sollen ab Mittwoch verschärfte Corona-Regeln gelten. Damit soll 2G (mit Ausnahmen) fast überall kommen. Am Dienstag soll das im Landeskabinett beschlossen werden. Dann soll die nur noch die aktuelle Hospitalisierungsrate für Maßnahmen Orientierung bieten. Ab einem Wert von 3 gilt flächendeckend 2G, bei einem Wert über 6 sogar 2G+.

Saarland

Im Saarland gelten bereits seit letztem Samstag (20.11.) verschärfte Corona-Regeln. 2G gilt hier für Innenräume etwa von Gastronomie, Freizeit-, Kultur und Sporteinrichtungen sowie Veranstaltungen und Hotelübernachtungen. In Clubs und Diskotheken gibt es zusätzlich eine Testpflicht für Geimpfte und Genesene. An den Schulen gilt wieder eine Maskenpflicht.

Sachsen

Das besonders betroffene Sachsen schränkt weite Teile des öffentlichen Lebens ein. Außer Bibliotheken schließen alle Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Bars, Clubs und Diskotheken. Dazu gehören auch die Weihnachtsmärkte. Auch die Beherbergung von Touristen ist nicht erlaubt. Keine Einschränkung gibt es für Geschäfte der Grundversorgung. In der Gastronomie gilt 2G, allerdings dürfen diese nur noch bis 20 Uhr öffnen.

Zudem gelten in sächsischen Corona-Hotspots zusätzliche Ausgangsbeschränkungen für ungeimpfte Menschen. Diese dürfen, sobald im jeweiligen Landkreis die Wocheninzidenz über 1.000 liegt, zwischen 22 und 6 Uhr nicht mehr ohne triftigen Grund vor die Tür gehen.

Bis Weihnachten wird auch die Schulbesuchspflicht ausgesetzt.

Sachsen-Anhalt

Auch in Sachsen-Anhalt wurde aus dem bisher geltenden 3G ein 2G gemacht. Dies soll dann vor allem in Innenräumen gelten. Die Änderungen sollen vor dem 25. November in Kraft gesetzt werden. Am Dienstag will das Kabinett über die neue Landesverordnung beschließen.

Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein greift seit Montag in Teilen des öffentlichen Lebens das 2G-Modell. Anders ist es im beruflichen Kontext. In Innenbereichen sind Menschen ohne Covid-19-Schutzimpfung von weiten Teilen des öffentlichen Lebens ausgeschlossen. Das Grundprinzip lautet: Bei Freizeitveranstaltungen gilt drinnen 2G (geimpft, genesen), für berufliche Veranstaltungen und für Jugendliche 3G (geimpft, genesen oder getestet). Am Samstag hatte die Landesregierung die bis 15. Dezember geltende neue Corona-Verordnung des Landes beschlossen.

Thüringen

Angesichts der angespannten Corona-Lage in Thüringen hat das Kabinett weitreichende Einschränkungen des öffentlichen Lebens beschlossen. Clubs, Bars und Diskotheken sollen demnach geschlossen werden, Weihnachtsmärkte werden verboten und in der Gastronomie soll eine Sperrstunde um 22 Uhr gelten, wie Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner am Dienstag in Erfurt bekannt gab. Auch Schwimmhallen, Freizeitbäder, Saunen und Thermen müssen schließen. Ausnahmen gibt es für den Schulsport.

Außerdem gilt ab Mittwoch in sehr vielen Bereichen des öffentlichen Lebens eine 2G-Regelung. Für Ungeimpfte zudem eine nächtliche Ausgangssperre und Kontaktbeschränkungen.(dpa/khe)

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