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Versuchte Entführung in Potsdam: Grundschüler kann vor unbekanntem Mann fliehen

Vor Grundschule in Potsdam

Versuchte Entführung? Grundschüler gelingt die Flucht

Die Polizei in Potsdam ist seit Dienstag in Alarmbereitschaft. Symbolbild.
Die Polizei in Potsdam ist seit Dienstag in Alarmbereitschaft (Symbolbild).
deutsche presse agentur

Hat hier ein Unbekannter versucht, ein Kind in seine Gewalt zu bekommen? In Potsdam wollte ein Unbekannter am Dienstag offenbar einen Grundschüler in sein Auto zerren. Das Kind war auf dem Weg zur Kinderbetreuung, als es von einem Mann angesprochen wurde. Vor der Grundschule am Humboldtring gelang es ihm, vor dem Mann zu flüchten. Die Einrichtung informierte die Polizei. Doch schon kurze Zeit später wurde das Auto erneut in der Nähe der Schule gesichtet.

"Versucht, Kind ins Auto zu zerren"

„Auf dem Weg zum Hort wurde am Dienstag (5. April 2022) nach Schulschluss ein Kind von einem Erwachsenen aus dem Auto heraus angesprochen. Es wurde zudem versucht, das Kind ins Auto zu zerren, was nicht gelang. Glücklicherweise konnte das Kind entkommen, nachdem es sich zur Wehr gesetzt hatte und um Hilfe rief“, beschrieb die Schulleitung der Grundschule den Vorfall. Das berichtete die „Märkische Allgemeine Zeitung“.

Die Einrichtung zur Betreuung von Grundschülern informierte im Anschluss Polizei, Eltern und die Lehrer der Schule, so die Schulleitung. Unverzüglich sei laut Polizei die Fahndung eingeleitet worden – ohne Erfolg.

Zweiter Entführungsversuch am Mittwoch?

Als sich die Grundschule am Potsdamer Humboldtring durch den Vorfall von Dienstag bereits in Alarmbereitschaft befand, tauchte das Auto des Unbekannten am Mittwoch laut Schulleitung erneut auf. „Da nachvollziehbar einige Kinder dadurch sehr unsicher waren, alarmierte der stellvertretende Schulleiter daraufhin wieder die Polizei, die nun ein stichpunktartiges Kontrollieren zusicherte.“

Eine Polizeisprecherin teilte mit, man prüfe die Angaben, die Ermittlungen würden intensiv geführt.

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So können Eltern ihre Kinder schützen

Erziehungsberechtigte können ihre Kinder für Fälle wie am Potsdamer Humboldtring vorbereiten. Die Polizei rät, Kindern keine Angst zu machen, sondern ihnen Ratschläge für vergleichbare Situationen mitzugeben. Konkret empfiehlt sie, nicht auf Angebote wie Süßigkeiten oder Spielzeug einzugehen. Wenn Fremde ihnen Dinge wie Hunde oder Tierbabys zeigen wollen, sollten Kinder keinesfalls mitgehen. Wichtig sei es außerdem, Kindern klar zu machen, dass Eltern keine fremden Personen schicken würden, um sie abzuholen. Sollten Fremde ihr Kind auffordern, in ein Auto zu steigen, sollte es ohne Antwort weglaufen und eine Vertrauensperson aufsuchen. (jak)