22. Mai 2019 - 11:16 Uhr

Polizei hatte Wälder und Seen durchkämmt

Vor über drei Monaten - am 18. Februar - ist Rebecca Reusch aus Berlin verschwunden. Seitdem sucht die Polizei mit Hochdruck nach der vermissten 15-jährigen Schülerin. Immer wieder wurden aufwendige Suchaktionen in Wäldern und Seen in Berlin und Brandenburg gestartet. Hunderte Polizisten waren im Einsatz. Spürhunde, Hubschrauber und Taucher durchkämmten das Gebiet, wo die Ermittler das Mädchen vermuteten. Bislang ergebnislos. Nun hat die Polizei gegenüber RTL bestätigt, dass seit April nicht mehr nach Rebecca gesucht wird. 

Ermittler: Rund 2.300 Hinweise werden noch abgearbeitet

07.03.2019, Brandenburg, Kummersdorf: Am Donnerstag ist eine Hundertschaft der Berliner Polizei nach Brandenburg ausgerückt, um bei Storkow (Oder-Spree) ein Waldstück nach der vermissten Rebecca Reusch abzusuchen. "Wir gehen einem Hinweis nach", erkl
Immer wieder startete die Polizei Suchaktionen in Berlin und Brandenburg.
© ZB, Patrick Pleul, ppl

"Die strukturierten Suchmaßnahmen nach Rebecca wurden im April vorläufig abgeschlossen. Sollten sich neue Hinweise ergeben, würde die Suche wieder aufgenommen", teilte die Polizei gegenüber RTL am Samstag mit. Zuvor hatte die "Bild" darüber berichtet.

Die Staatsanwaltschaft hatte bereits mitgeteilt, dass eine Suche mit Hundertschaften vorerst nicht geplant sei. Zudem gebe es keinen neuen Ermittlungsstand. Noch immer arbeite die 3. Mordkommission die rund 2.300 Hinweise zu Rebeccas Verschwinden ab, so ein Sprecher. Die letzten Gerüchte, Rebecca könnte sich in Polen aufhalten, haben sich nicht bestätigt. Die Staatsanwaltschaft hält nach wie vor Rebeccas Schwager Florian R. für tatverdächtig.

"Jetzt musst du doch kommen"

Mutter Brigitte Reusch sucht ihre Tochter Rebecca
Mutter Brigitte Reusch wandte sich mehrmals an die Medien, in der Hoffnung, bei der Suche zu Helfen.
© RTL.de, unbekannt

Rebeccas Eltern hatten sich am Freitag in einem emotionalen Brief an ihre Tochter gewandt. Darin wird klar, dass die Ungewissheit darüber, wo ihr Kind ist, an ihren letzten Kräften zehrt. "Wir sind verloren in unserer Angst und jeden Tag schwindet die Hoffnung, dich jemals wiederzusehen. Wir sind erstarrt in unserer Trauer, alles verhärtet sich innerlich in uns und doch funktionieren wir jeden Tag", heißt es in dem Text.

In der Vergangenheit wandten sie sich immer wieder an die Presse, in der Hoffnung, die Leute würden weitere Hinweise liefern. Doch mittlerweile haben sie sich zurückgezogen. Der öffentliche Trubel wurde zu viel. Sie schreiben: "Wir stehen am Fenster starren hinaus und denken jetzt... Jetzt musst du doch kommen, doch stattdessen fahren die Autos ganz langsam an unserem Haus vorbei und schauen zu uns rüber... rüber zu Eltern, die trauern. Was für eine Sensation!"

Die Ungewissheit dauert an

Die Familie gibt die Hoffnung noch immer nicht auf.
Die Familie gibt die Hoffnung noch immer nicht auf.
© Privat

Rebecca ist am 18. Februar verschwunden. Die 15-Jährige hatte bei ihrer älteren Schwester Jessica und ihrem Schwager Florian übernachtet, sollte eigentlich am Morgen in der Früh zum Unterricht in die Walter-Gropius-Schule gehen. Das erzählte auch Rebeccas Mutter Brigitte im RTL-Interview. Doch dort kam sie nie an und war auch auf ihrem Handy nicht mehr erreichbar. Der letzte, der Rebecca laut Staatsanwaltschaft lebend sah, ist ihr Schwager. 

Die Ermittler gehen davon aus, dass Rebecca nicht mehr lebt. Sie glauben, dass die 15-Jährige das Haus ihrer Schwester nicht lebend verlassen hat. Die Ungewissheit dauert bis heute an. Alles über den Fall Rebecca sehen Sie in der großen TVNOW-Doku.